Gebenstorf

Gemeinderat will altes Primarschulhaus im Dorf erhalten

Das Primarschulhaus im Dorf.

Das Primarschulhaus im Dorf.

Zwei Szenarien standen in Gebenstorf für das stillgelegte Schulhaus zur Debatte – der Gemeinderat will nun nur noch eine verfolgen.

Seit diesem Sommer ist das neue Schulhaus Brühl 3 in Gebenstorf in Betrieb. Das alte Schulhaus mit dazugehörigem Pavillon im Dorf wird nicht mehr für schulische Zwecke benötigt. Wie weiter damit? Zu Beginn stand der Verkauf des Schulhauslandes und der Rückbau der Gebäude zu Gunsten von attraktivem Wohnraum im Vordergrund.

Der Gemeinderat brachte in der Frühlingsausgabe des Dorfmagazins «Inforum» aber ein zweites Szenario ins Spiel: Das Schulhaus und den ehemaligen Pausenplatz zu erhalten und die Schulräume einer privaten und öffentlichen Nutzung zuzuführen, ausserdem den Pavillon auf dem Grundstück oberhalb abzubrechen und dieses zu verkaufen, damit dort neue Wohneinheiten entstehen können.

Die neusten Schülerprognosen weisen nun aber mittelfristig den Bedarf einer zusätzlichen Kindergartenabteilung aus, so der Gemeinderat in der Herbstausgabe des Dorfmagazins. Zudem habe der von der FDP-Ortspartei organisierte öffentliche Anlass am 19. August eine lebhafte Diskussion ausgelöst. Verschiedene gute Ideen seien dort zum Ausdruck gebracht worden.

Die hohen Räume könnten als Dorfbibliothek, Gymnastikraum oder als Versammlungsraum für Vereine, Parteien und sonstige Gruppen genutzt werden. «Ein interessanter Vorschlag wurde geäussert, dass man im Gebäude einen Doppelkindergarten realisieren könnte», so die FDP in ihrem dem «Inforum» angehängten Bericht.

Der Gemeinderat ging über die Bücher und schlägt der Bevölkerung – im Sinne einer kurz- bis mittelfristigen Strategie – vor, das Schulhaus Dorf vorläufig zu erhalten und es mit einem minimalen finanziellen Aufwand zu sanieren, für eine gemischte private und öffentliche Nutzung.

«Das Bedürfnis, wonach Plätze und Räume im Dorfzentrum öffentlich bleiben sollen, kam auch aus den Diskussionen des von der FDP organisierten Anlasses zum Thema deutlich zum Ausdruck», so der Gemeinderat. Sollte zudem tatsächlich eine weitere Kindergartenabteilung notwendig sein, stehe so temporär das alte Schulhaus Dorf oder genügend Landreserve beim bestehenden Kindergarten Zentrum zur Verfügung.

Dieses Szenario würde der Gemeinde aber wiederkehrende jährliche Kosten bringen. Und für die baulichen und energetischen Massnahmen am Schulhaus wären Investitionen nötig. «Diese könnten jedoch mit einem Teil des Erlöses aus dem Verkauf des Grundstücks oberhalb finanziert werden», schreibt der Gemeinderat.

Er empfiehlt der Bevölkerung, diese Nutzungsstrategie des Schulhauses Dorf zu unterstützen, damit die weiteren Schritte eingeleitet werden können. (cla)

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