«Einbürgerungen sind neu kantonal geregelt», sagt Gemeindeammann Valentin Schmid. Das Verfahren bestehe jetzt aus einer Vorprüfung, den kantonalen Tests, einer vertiefte Prüfung und einem Gespräch mit dem Gemeinderat.

«Bei den Tests hat der Kanton weitgehend die bisher von Spreitenbach angewandte Lösung übernommen», sagt Schmid. Dazu zählte der bereits früher von Gemeindeschreiber Jörg Müller ausgearbeitete Fragebogen. Die Einbürgerungsgesuche werden zudem im kommunalen Amtsblatt ausgeschrieben. «Da kann sich jedermann zum Gesuch äussern, so ist eine Mitsprache gegeben», sagt Schmid.

Für die Gemeindeversammlung bringt die vorgeschlagene Lösung vor allem grosse Zeitersparnis. So stehen über 40 Gesuche auf der Traktandenliste des 24. Juni. Über diese muss abgestimmt werden. Dabei ist der Entscheidungsspielraum der Versammlung sehr gering. Eine Person kann nur abgelehnt werden, wenn die Gründe dafür an der Versammlung bekannt gegeben werden.

Ammann soll Präsident heissen

Im Aargau steht der Gemeindeammann an der Spitze des Gemeinderates, im Kanton Zürich ist es der Gemeindepräsident. Als Gemeindeammann wird im Kanton Zürich der Betreibungsbeamte bezeichnet. «Das hat oft zu Verwechslungen geführt», sagt der Spreitenbacher Gemeindeammann Valentin Schmid, der oft mit Zürcher Behörden zu tun hat. Deshalb schlägt der Gemeinderat vor, auch in diesem Punkt die Gemeindeordnung anzupassen.

Gemeindeversammlung: 24. Juni, 19.30 Uhr, Turnhalle Boostock.