Hatten Sie schon einmal einen der neuen 200-Franken-Scheine in der Hand? Und sich beim Betrachten womöglich gefragt, ob die abgebildeten drei ausgestreckten Finger den Rütlischwur zeigen? Die Gäste der diesjährigen Smart Energy Party in der Umweltarena Spreitenbach erhielten eine Antwort direkt von demjenigen Mann, der an der Gestaltung der neuen Note mitwirkte.

Eröffnet wurde der mittlerweile zur Kultveranstaltung der Energie- und ICT-Branche gehörende Anlass von Kurt Lüscher. Als Initiator und Organisator begrüsste er im Namen seines OK auch dieses Jahr über 1000 Gäste. Darunter waren bekannte Parlamentarier, angeführt von Nationalratspräsident Dominique de Buman und CEOs namhafter Unternehmen. Lüscher wies darauf hin, dass Energieversorgung, Gebäudetechnik und Mobilität immer mehr zusammenwachsen – ICT macht es möglich. Neue Partnerschaften sind gefragt, deshalb wurden diesmal über 20 Start-ups eingeladen.

Käslin: «Nicht alles ist Gold»

Kurt Lüscher übergab das Wort dann der ehemaligen Miss Schweiz Christa Rigozzi. Die prominente Tessinerin wurde dank ihrer geistreichen Moderation ein prägendes Element der Smart Energy Party. Beeindruckend war das Referat der ehemaligen Spitzen-Kunstturnerin Ariella Kaeslin. Die mehrfache Schweizer Meisterin sowie Europameisterin zeigte, dass nicht immer alles Gold ist, was glänzt.

Im frühen Alter von nur 23 Jahren gab sie ihren Rücktritt vom Spitzensport bekannt, weil sie die Mühen und Entbehrungen – wozu neben Schmerzen und Müdigkeit auch Hungern gehörte – nicht mehr auf sich nehmen wollte. Inzwischen erholte sie sich prima vom damaligen Burnout, und ist – wie man so schön sagt – wieder fit wie ein Turnschuh, allerdings unterwegs in anderen Sportarten.

Die drei Finger auf der Note

Doch zurück zum Geld: Professor Günther Dissertori von der ETH Zürich wurde seinerzeit von den Gestaltern der neuen 200er-Note als Berater beigezogen. Die eingangs erwähnten drei Finger sollen die räumlichen Dimensionen darstellen, in denen sich Materie ausdehnt. Der auch am CERN-Forschungszentrum bei Genf tätige Astrophysiker erhielt für sein packendes
Referat zu Geschichten aus dem Universum vom Urknall bis heute grossen Applaus. Dissertori gehört zu den Wissenschaftlern mit der seltenen Gabe, komplexe Dinge auch für Laien einfach und verständlich zu erklären.

Nach dem Nachtessen trat dann der bekannte Komiker und Parodist Fabian Unteregger auf. Der promovierte Mediziner verstand es prächtig, die Gäste mit Humor und Parodien bekannter Persönlichkeiten zu unterhalten. Worauf man locker und entspannt in den Biergarten dislozierte, den einige recht spät wieder verliessen… (AZ)