Wettingen
Galerie Gluri Suter Huus präsentiert: «Kunst isst Wurst»

Mit einer Wochenendausstellung in einem zweitägigen Fest wird die Galerie Gluri Suter Huus gefeiert. Passend zum Fest wurde als Motto gewählt: Kunst isst Wurst. 49 Künstlerinnen und Künstler werden ihre Werke gemeinsam unter einem Dach zeigen.

Dieter Minder
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40 Jahre Gluri Suter Huus in Wettingen
12 Bilder
Die Jubiläumsausstellung wird aufgebaut.
Die Jubiläumsausstellung wird aufgebaut.
Die Jubiläumsausstellung wird aufgebaut.
Die Jubiläumsausstellung wird aufgebaut.
Die Jubiläumsausstellung wird aufgebaut.
Die Jubiläumsausstellung wird aufgebaut.
Kultursekretär Hansueli Trüeb (links) und Kurator Christian Greutmann
Die Jubiläumsausstellung wird aufgebaut.
Die Jubiläumsausstellung wird aufgebaut.
Die Jubiläumsausstellung wird aufgebaut.
Die Jubiläumsausstellung wird aufgebaut.

40 Jahre Gluri Suter Huus in Wettingen

Emanuel Freudiger

«Langsam sieht es wie eine Ausstellung aus», sagt Christian Greutmann, Kurator des Gluri Suter Huus Wettingen. Er sowie Willy Rogger und Bernhard Lussy hängen in der Galerie die Bilder der Jubiläumsausstellung auf. Diese wird am Samstag eröffnet. Es wird eine besondere Ausstellung. Sie hatten sich auf den Aufruf der Galerie gemeldet. «Durch die Unterschiede entstand ein sehr interessantes Spannungsfeld.» Greutmann hat die Werke, zumeist Bilder, thematisch sortiert: «Wir haben einen Raum der gegenständlichen Kunst, einen mit eher surrealistischen Werken oder auch einen mit tendenziell abstrakten Werken», sagt er um nur einige Beispiele zu nenne.

Kulturmeile Bifangstrasse

Passend zum Fest wurde als Motto gewählt: Kunst isst Wurst. «Das ist bewusst etwas provokativ», sagt Greutmann. Denn: «Einigen Wettingern scheint die Kunst wurst zu sein.» Diese seien der Ansicht, es brauche die Gemeindegalerie nicht. Die Wurst symbolisiert zugleich eine Verbindung zum bevorstehenden Jubiläumsfest. Greutmann: «Im Festzelt werden wir Würste, Forellen und Bratkäse vom Grill anbieten.» Einige Künstler werden im Festzelt mithelfen. Dieses wird auf der Bifangstrasse, direkt vor dem Gluri Suter Huus aufgestellt. Deshalb wird die Strasse während des Wochenendes für den Durchgangsverkehr gesperrt.

In Wettingen wird wieder das entstehen, was schon einmal erfolgreich geprobt wurde: Die Kunstmeile. Zu der hat sich die Bifangstrasse entwickelt, weil neben der Gemeindegalerie auch das Eduard Spörri Museum und das Atelier Walter Huser liegen. Diese beiden wichtigen Kunstorte der Gemeinde sind während des Jubiläumswochenendes ebenfalls geöffnet.

Ein Haus mit mehreren Facetten

Das Gluri Suter Huus erfüllt in Wettingen mehrere Aufgaben. Es beherbergt zwei Kindergärten, die Galerie und das Figurentheater. Die Gemeinde hatte das im Zürcher Landstil erstellte Riegelhaus 1965 erworben. Das Haus befand sich in einem schlechten Zustand und musste von der Gemeinde für 1,3 Millionen Franken saniert werden. Gluri war ein gängiger Spottname und bedeutete unsauber und unordentlich. Die ursprüngliche Idee, dort ein Ortsmuseum einzurichten, wurde aufgrund fehlender Exponate aufgegeben. Es ist vor allem der Initiative des früheren Gemeindeschreibers Karl Meier zu verdanken, dass das Gluri Suter Huus zu einer weit über die Gemeindegrenze hinaus bekannte Galerie wurde.

Im Jahr 1972 wurde die Galerie mit einer Ausstellung der damals noch unbekannten Wettinger Malerin Ilse Weber eröffnet. Seither wurden rund 220 Ausstellungen realisiert. Die Kunstkommission unter der Leitung von Karl Meier führte die Galerie während 34 Jahren. Ein wichtiger Partner an seiner Seite war der ehemalige Zeichnungslehrer Ruedi Sommerhalder. Die Kommission pflegte enge Beziehungen zu mehreren Künstlern, die sie zum Teil gleich mehrmals ausstellte, so Ilse Weber, Eduard Spörri, Heinrich Müller, Kurt Hediger, Adolf Weber oder Simone Bonzon.

2006 übernahm die kommunale Fachgruppe unter der Leitung von Christian Greutmann die Galerie. Diese versteht sich heute einerseits als Galerie mit regionaler Verankerung, deshalb werden immer wieder regionale Positionen gezeigt. Andererseits werden zahlreiche Künstlerinnen und Künstler in die Galerie geholt, die im aktuellen Kunstschaffen in der Schweiz eine Bedeutung haben oder teilweise sogar international zu sehen sind. Beispiele sind Barbara Ellmerer, Roman Signer, Ursula Palla oder huber.huber. Nebst diesen beiden Hauptsträngen werden Objekte der Wettinger Kunstsammlung gezeigt, im eigens dafür geschaffenen Ausstellungsraum im Erdgeschoss.

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