Künten

Für Sängernachwuchs ist gesorgt: Chöre und Theatergruppe trafen sich zum Jahreskonzert

Die beiden Moderatorinnen Lorena Zürcher (links) und Sarah Staubli führen mit dem K-City-Chörli ein Quiz durch.Bild: Peter Thomann

Die beiden Moderatorinnen Lorena Zürcher (links) und Sarah Staubli führen mit dem K-City-Chörli ein Quiz durch.Bild: Peter Thomann

Drei ortsansässige Chöre und die Theatergruppe trafen sich in Künten zum gemeinsamen Jahreskonzert.

Mit Hazy Osterwalds einstigem Paradestück «Kriminaltango» legten die Sänger des Liederkranz-Chores los. Der musikalische Leiter, Stephan Wiedmer, begleitete gekonnt auf dem E-Piano. Es folgten weitere Oldies aus der Schlagerwelt wie «Schöne Maid» und «Marmor, Stein und Eisen bricht».

Beim letzteren Titel klatschten die Konzertbesucher den Takt kräftig mit. Der Spezicanto-Chor unterhielt die Zuhörerschaft mit englischsprachiger Literatur. So begeisterte er mit dem legendären Bee Gees Titel «How Deep Is Your Love». Eher von spirituellem Genre war der indianische Song «The River She Is Flowing».

Zwischen den Liedern unterhielten die beiden Moderatorinnen Sarah Staubli und Lorena Zürcher mit Witz und Spass. Sie wagten sich sogar auf das Glatteis der Gesangs-Solistik, indem sie gemeinsam den Titel «Bim Coiffeur» des einstigen Berner Liedermachers Mani Matter interpretierten. Das Publikum war begeistert.

Der dritte, aus zehn jungen Männern bestehende Chor nennt sich K-City-Chörli. Auch diese Herren bedienten sich aus Mani Matters Liederkiste und interpretierten mehrstimmig das Lied «Si hei dr Wilhälm Täll ufgfüert». Auch der Titel «Dini Seel echli bambele lo» brachte Schwung in den Saal.

Die Jungen sollen den Karren übernehmen

Die jungen Sänger des K-City-Chörli seien in den Verein integriert und können von den bestehenden Infrastrukturen profitieren, sagte Vereinspräsident Stefan Kohler. Auch bekämen sie die musikalische Unterstützung des Dirigenten Stephan Wiedmer. Trotzdem seien sie eigenständig, was die Probenarbeit und ihre Auftritte betreffen. Ziel sei es aber, dass diese jungen Sänger als Nachwuchs künftig den ganzen Karren übernehmen und führen werden, so Kohler weiter.

Danach inszenierten Laienschauspieler der Theatergruppe Künten unter der Regie von Désirée Schnyder den Einakter «Geister vom Lindenhof» von Lukas Bühler. Schnyder selbst amtierte als Darstellerin von Claire Nötzli, der Möchtegern-Alleinerbin des Bauernhofs. Claire versucht mittels eines gefälschten Testaments, den Bauernbetrieb an sich zu reissen, um ihn in eine lukrative Hotelanlage umzubauen.

Als Claire mit ihrem Mann Ottokar (Xiang Yang Ye) auf dem Hof auftaucht, machen sich ständige mystische Zeichen des Erblassers, Onkel Godi, bemerkbar. Claire engagiert die Geisterjägerin Frau Harzenmoser (Sandra Huguenin), um dem Spuk ein Ende zu bereiten. Claires auf dem Hof lebende Schwester Rösi (Sabina Kamann) erkannte aber den Betrug mit dem Testament.

Mit Hilfe der Magd Annekäthi (Isabelle Zaugg) und dem Knecht Guschti (Patrick Füglistaller) ersann sie eine Finte, um Claire vom Hof zu vertreiben. Magd und Knecht verkleideten sich in böse Geister und veranstalteten ein Tohuwabohu. Daraufhin verschwanden Claire und Ottokar. Das Publikum genoss dieses Treiben sichtlich und spendete frenetischen Applaus.

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