Kantonsspital Baden

Für fast 5 Millionen Franken: Das KSB will eine neue Strasse bauen

Kantonsspital Baden schliesst Tarifvertrag mit den Krankenversicherern ab

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Kantonsspital Baden schliesst Tarifvertrag mit den Krankenversicherern ab

Für den Ersatz-Neubau und den Gesundheitscampus muss eine neue Verkehrsführung gebaut werden - samt dritter Fahrspur für Rettungswägen. Doch wie wird die Notfall-Zufahrt gewährleistet?

Auf dem Gelände des Kantonsspitals Baden muss die bisherige Strasse einer neuen weichen. Das KSB plant den Ersatzbau «Agnes» und, wie jüngst bekannt wurde, ein weiteres Partnerhaus. Das Partnerhaus II soll zum Teil auf Gelände zum Stehen kommen, das aktuell noch als Zufahrtsstrasse genutzt wird. Diese muss also umverlegt werden.

Dabei wird nicht nur die Strasse kurviger, sondern auch eine weitere Auffahrtsspur hinzugefügt. Diese ist für die Rettungswägen reserviert und soll dereinst die Einfahrt zum Notfallzentrum vereinfachen. Die zentrale Herausforderung hierbei: Der Notfallbetrieb muss während des gesamten Bauprojekts gewährleistet bleiben, also auch, während die neue Strassenführung gebaut wird. Die Rettungswagen müssen weiterhin problemlos zur Notfallambulanz und wieder weg kommen.

Verkehrsführung mit leichter Abänderung

Wie das bewerkstelligt werden soll, zeichnet das Baugesuch des KSB nach, das derzeit im Planungsbüro der Stadt Baden aufliegt. So soll noch vor Beginn der Neubau-Arbeiten über eine Strecke von 50 bis 60 Metern eine provisorische Verkehrsführung eingerichtet werden, die sich etappenweise immer wieder leicht ändern wird.

Dazu muss beispielsweise die Mittelinsel vor dem Notfalleingang rückgebaut, für sechs provisorische Krankenwagen-Parkplätze gesorgt und die Strassenquerung für Fussgänger angepasst werden. Gleichzeitig werden die neuen Werkleitungen für Wasser, Elektrizität und Kanalisation so eingepasst, dass sie dereinst auch «Agnes» und das Partnerhaus II abdecken.

Die stetig angepasste Verkehrsführung soll bis Januar 2022 dem dereinstigen Verkehrsverlauf entsprechen und sich bis zur Inbetriebnahme der beiden Neubauten im März 2023 nicht ändern. Erst dann werden die Rettungswagen über die mittlere Spur zum neuen Notfall-Zentrum geführt.

Und dann noch eine neue Bushaltestelle?

Der bestehende Notfall-Bereich wird sodann rückgebaut, was eine letzte Anpassung der Strasse ermöglicht: Die spurweise Absenkung der Strasse und der beiden Gehwege um maximal 1,30 Meter, auf Höhe des Eingangsbereichs des KSB-Neubaus.

Die provisorische Strasse wird nämlich auf Höhe des aktuellen Notfalleingangs gebaut, die Ein- und Ausfahrt zum KSB-Neubau in dieser Zeit mittels einer Rampe überbrückt. Wenn sie voraussichtlich im Herbst 2023 endgültig fertig ist, wird die neue, dreispurige Strasse samt Gehwegen 15,85 Meter breit sein. Danach könnte noch der Bau einer neuen Bushaltestelle ausstehen.

Der Kostenvoranschlag der KSL Ingenieure sieht für das gesamte Projekt «Neue Zufahrtstrasse KSB» 4'792'000 Franken vor. Zum Vergleich: Der KSB-Neubau, die derzeit grösste Baustelle im Aargau, kostet etwa 450 Millionen Franken, das Partnerhaus II 20 Millionen Franken.

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