Schauprozess

Füdlibürger verbrannt: Die Badener Fasnacht ist eröffnet

Schuldig: Hieronymus Füdlibürger hingerichtet

Schuldig: Hieronymus Füdlibürger hingerichtet

Um 18 Uhr knallte der Böller auf der Ruine Stein, wenig später explodierte der Füdlibürger nach einem Gerichtsschauspiel: Hunderte Menschen feierten den Start der Fasnacht.

Um 18 Uhr fiel auf der Ruine Stein der Böllerschuss – doch die Badener Fasnacht war damit noch nicht eröffnet. Dies ist traditionsgemäss erst offiziell der Fall, nachdem Hieronymus Füdlibürger beim Graben unter der Hochbrücke der Prozess gemacht wurde, dem alljährlich allerlei Verbrechen vorgeworfen werden.

Seine angeblichen Schandtaten dieses Jahr: Er habe die Fasnächtler mit dem Coronavirus beziehungsweise Corona-Bier infizieren, der Stadt den Wakkerpreis wegnehmen und ausgerechnet der Nachbargemeinde Wettingen geben wollen. Weiter wurde er für den Rücktritt von Neuenhofs Gemeindeammann Susanne Voser und Spreitenbachs Gemeindepräsidenten Valentin Schmid verantwortlich gemacht. Und er soll die Schuld dafür tragen, dass der FC Baden den Aufstieg schon wieder nicht geschafft hat.

Die Geschworenen des Blutgerichts befanden den Füdlibürger für schuldig und verurteilten ihn zum Tode durch Verbrennen. Mit den Worten «Scharfrichter zünd aa, d’Baademer Fasnacht foht aa» begann die fünfte Jahreszeit offziell.

Im Anschluss an den Füdlibürger-Prozess wurden in diversen Lokalen Schnitzelbänke aufgeführt. Am Wochenende folgen die Höhepunkte: Strassenfasnacht und Kinderumzug am Samstag und der grosse Umzug am Sonntag mit mehr als 1000 Mitwirkenden. (pkr)

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