Mit einem Wunsch die Schweiz von morgen verändern: Dieser Grundgedanke steht hinter dem Ideenwettbewerb Wunschschloss. Beim 2015 von den Initianten Strategiedialog 21 und Swiss Venture Club lancierten Projekt können Bürger Ideen einreichen, um einen Beitrag zur Schliessung der Kluft zwischen Wirtschaft, Gesellschaft und Politik in der Schweiz zu leisten. Der beste Vorschlag wird jeweils von einer Jury im Schloss Thun prämiert. Unter dem Schwerpunkt «Globalisierung: Dein Wunsch an die Politik!» wurde dieses Jahr bereits zum dritten Mal eine Siegeridee gekürt. Und die Auszeichnung ging in den Aargau: Robin Röösli aus Freienwil hat die Jury mit seinem «Wunsch» überzeugt.

Der 22-jährige Wirtschaftsstudent möchte die Berufslehre durch länderübergreifende Projekte und Austauschprogramme auf die Herausforderungen in einer globalisierten Arbeitswelt vorbereiten. In die Idee flossen auch persönliche Erfahrungen von Röösli mit ein: «Ich habe eine Banklehre gemacht und gemerkt, dass Fremdsprachen zu kurz gekommen sind. Meine Freunde vom Gymnasium hatten Möglichkeiten, die ich selber nicht hatte.» Seinen Vorschlag darf Röösli nun im Detail den Generalsekretariaten aller grossen Schweizer Parteien unterbreiten. Zudem haben die beiden Nationalräte Christian Wasserfallen (FDP) und Hans Stöckli (SP) ein Treffen mit Bundesrat Johann Schneider-Ammann organisiert.

Die Chancen, dass sein Vorschlag eines Tages in irgendeiner Form auf kantonaler oder nationaler Ebene durchgesetzt wird, sieht Röösli als durchaus gegeben, weil «auf der politischen Agenda die Erkenntnis da ist, dass etwas gemacht werden muss». Er werde hartnäckig an der Umsetzung dranbleiben.

Politisch erfahren

In der Politik ist Röösli kein unbeschriebenes Blatt. Er ist Vizepräsident der Jungfreisinnigen Aargau und hat Anfang Jahr eine Petition für Recyclingstationen auf grösseren öffentlichen Plätzen in Baden lanciert. Daneben hat er auch das Gegnerkomitee zur Prämienverbilligungsinitiative im letzten Mai geführt.