Baden

Förderpreis für neues Projekt des Vereins «Bagni popolari»

Im ehemaligen «Schweizerhof» soll ein neuer Treffpunkt entstehen – ein Kulturbad.

Im ehemaligen «Schweizerhof» soll ein neuer Treffpunkt entstehen – ein Kulturbad.

Seit ungefähr 2000 Jahren wird in den Thermalquellen an der Limmat in Baden gebadet, doch so wenig nutzbar wie in den vergangenen Jahren war das Wasser in dieser langen Zeit selten bis nie. Ende 2012 hat das letzte öffentliche Thermalbad seine Tore geschlossen, (voraussichtlich) im Frühjahr 2021 wird das neue Bad von Architekt Mario Botta eröffnet.

Ein gemeinnütziger Ort für gemeinschaftliche Badekultur fehlte – bis der Verein «Bagni popolari» das Heft in die Hand nahm und mit diversen Projekten neue Badeangebote anstiess. Darunter das wohl bekannteste Projekt «Heisse Brunnen», provisorische Thermalbrunnen, die auf grosses Interesse gestossen sind. Nun soll ein weiteres Projekt realisiert werden, eines, das längerfristig Bestand haben soll: In einer der ältesten und traditionsreichsten Gaststätten Badens, dem Badgasthof zum Raben am Kurplatz – in den letzten 100 Jahren als Hotel Schweizerhof bekannt – soll das «Kulturbad zum Raben» entstehen.

Seit 1999 ist es kein Hotel mehr, doch die Thermalbäder im Badegeschoss sind immer noch intakt. Die Vision: das Kulturbad als Ausstellungsraum, Thermalbad und Bar. Ein neuer Ort des gesellschaftlichen und kulturellen Lebens soll entstehen, einer, der eine Verbindung zur zeitgenössischen Kunst schafft. Die Idee wird nun von Metron, einem Unternehmen, das sich unter anderem in den Bereichen Architektur und Raumentwicklung bewegt, mit einem Förderpreis von 10'000 Franken unterstützt. Die Firma verleiht diesen Preis jährlich und versteht ihn als Anschubfinanzierung für innovative Kulturprojekte. Andriu Deflorin vom Verein «Bagni popolari» freut sich sehr darüber: «Damit finanzieren wir nun eine Machbarkeitsstudie.» (cla)

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