Neuenhof

FDP schickt 21-Jährigen ins Rennen: Tim Voser will Gemeinderat von Neuenhof werden

Tim Voser.

Tim Voser.

Die FDP hat sich einstimmig entschieden, den 21-jährigen Tim Voser am 9. Februar 2020 ins Rennen um einen der beiden frei werdenden Gemeinderatssitze zu schicken.

Nach dem überraschenden Rücktritt von Gemeindeammann Susanne Voser (CVP) und Gemeinderat Andreas Muff (parteilos) Anfang November, sind in Neuenhof bei den Ersatzwahlen am 9. Februar zwei Sitze zu vergeben. Wie die FDP Neuenhof mitteilt, schickt sie den 21-jährigen Tim Voser ins Rennen.

«Die FDP Neuenhof hat nach einem internen Nominationsverfahren einstimmig beschlossen, den Wählern Tim Voser zur Wahl in den Gemeinderat vorzuschlagen», heisst es. Voser kenne die Abläufe und die Strukturen innerhalb der Gemeinde durch sein Engagement als Mitglied und Aktuar der Finanz- und Geschäftsprüfungskommission bereits sehr gut.

«Als Präsident der Jungfreisinnigen Bezirk Baden, Mitglied der Geschäftsleitung der FDP Bezirk Baden und als Leiter von diversen Kampagnenteams konnte er seine Führungserfahrungen bereits unter Beweis stellen.» Zudem stehe Tim Voser als junger Erwachsener für eine zukunftsgerichtete Politik und geniesse das Vertrauen des Gewerbes.

Gemeinderat Fred Hofer (FDP) will nicht Gemeindeammann werden - Gemeindenachrichten mit Zwischentönen

Auf Anfrage bestätigt hingegen FDP-Gemeinderat Fred Hofer, nicht für das Amt des Gemeindeammanns zur Verfügung zu stehen. Wahlvorschläge für die Gemeinderatswahlen müssen bis spätestens 27. Dezember bei der Gemeinde eingehen. Diese liess am Sonntag in den Gemeindenachrichten durchsickern, dass die Situation alles andere als normal ist.

«An der Gemeindeversammlung erklärte Susanne Voser überraschend, dass sie bereits per Ende dieses Monats ihr Amt niederlegen werde, wobei der Gemeinderat gleichentags kurz vor Mittag per E-Mail orientiert wurde. Am 30. November 2019, also innert kürzester Zeit, übernahmen Vizeammann Petra Kuster und die verbliebenen Gemeinderäte die Geschäfte und die Verantwortung des Gemeindeammanns.»

Und weiter: "Die vorgezogene Rochade hat die Gemeindeorganisation zusätzlich herausgefordert und eine grosse Mehrbelastung ausgelöst." Der Gemeinderat und die Geschäftsleitung würden aber auch in dieser aktuellen Situation ihre Aufgaben und Pflichten mit den bestehenden Ressourcen wahrnehmen. "Es geht in dieser Phase vor den Ersatzwahlen am 9. Februar 2020 darum, den ordentlichen Betrieb sicherzustellen." 

Gleichzeitig würden der Gemeinderat und die ganze Gemeinde mit verschiedenen Kommunikationsmassnahmen durch die abtretenden Gemeinderäte konfrontiert. "Dem Gemeinderat ist es in dieser Situation wichtig, dass er seinerseits auf unbedachte Äusserungen verzichtet, um die angespannte Lage nicht zu verschärfen und die Kräfte auf die Sicherstellung der Aufgaben und Pflichten im ordentlichen Betrieb zu konzentrieren." 

Der Gemeinderat setze alles daran, möglichst rasch wieder in den Normalbetrieb zurückzufinden und danke insbesondere den Mitarbeitenden für ihre Loyalität und Professionalität im Umgang mit dieser Situation.

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1