Zurzeit wird rund um den Platz der letzte Feinschliff ausgeführt. Der erste Laden in der Cordulapassage hat bereits eröffnet, jetzt werden noch die goldenen Geländer rund um den Platz montiert.

Jüngst wurde auch eine neue Fahne aufgezogen: Seit wenigen Tagen ziert das Kantonswappen das Bezirksgebäude, das durch die Sanierung des Platzes wieder eine neue Stellung im Stadtbild erhalten hat. Eigentlich nur logisch: Das Haus gehört zwar der Stadt, früher waren hier das Bezirksgericht und das Bezirksamt untergebracht. Seit 2010 wird es aber komplett vom Kanton gemietet. Es beherbergt den Stützpunkt der Kantonspolizei und im Dachgeschoss das Bezirksgefängnis.

Bilder von der Mega-Baustelle am Badener Schulhausplatz:

Die Beziehung der Badener zu ihren Fahnen ist eine besondere: Die Freude war gross, als Anfang Jahr auf der Schlossruine Stein wieder die Badener Farben flatterten. Stadtammann Markus Schneider hat damit ein Wahlversprechen eingelöst. Sein Amtsvorgänger Geri Müller hatte stets auf der Schweizer Fahne bestanden.

Die etwas verhutzelte Badener Fahne, die bislang am Bezirksgebäude hing, wurde dafür jetzt pünktlich zum Fest durch eine stattliche Aargauer Fahne ersetzt. Sie mag den einen oder die andere daran erinnern, dass Baden trotz aller Distanz nach Aarau eben doch auch eine Aargauer Stadt ist.

Hier stand das Kapuzinerkloster

Was viele nicht wissen: Der Schulhausplatz heisst so, weil das Bezirksgebäude das erste Badener Schulhaus war. An dieser Stelle vor den Toren der Altstadt lag von 1591 bis 1841 das Kapuzinerkloster. Nach dem Abriss des Klosters 1855 liess der Stadtrat nach den Plänen von Robert Moser das klassizistische Schulhaus bauen.

Erste Fahrt über den Schulhausplatz

Erste Fahrt über den Schulhausplatz (Beitrag vom April 2018)

Bis dahin wurden die Schulkinder im Agnesenspital vor der Stadtkirche unterrichtet. 1866 kam am Schulhausplatz der prächtige Obeliskenbrunnen dazu, der jetzt wieder frisch renoviert vor dem Haus plätschert. Lange galt das Badener Schulhaus als das schönste im Kanton. 1903 wurde dann das «Neue Schulhaus» Ländli eingeweiht, nur ein paar Meter weiter hinten am Ländliweg. Seit 1983 drücken im «Alten Schulhaus» endgültig keine Schüler mehr die Schulbank.