Ennetbaden
Neuer Fasskeller eingeweiht: Rund 800 Gäste haben die vielfältigen Weine an den Trottentagen degustiert

Vier regionale Weinbaubetriebe haben in der Spitaltrotte ihre edlen Tropfen den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern vorgestellt. An den Trottentagen Ennetbaden konnten die Gäste auch den neuen Fasskeller mit rund 140 Fässern besichtigen.

Stefanie Garcia Lainez
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Neuer Fasskeller eingeweiht: Rund 800 Gäste haben vielfältige Weine an Trottentagen in Ennetbaden degustiert.

Neuer Fasskeller eingeweiht: Rund 800 Gäste haben vielfältige Weine an Trottentagen in Ennetbaden degustiert.

Stefanie Garcia Lainez / Aargauer Zeitung

«Wir kennen den Wein der Wetzels seit ein paar Jahrzehnten», sagt ein Gebenstorfer Ehepaar. «Wir kommen auch regelmässig zur Degustation des Stadtweines», ergänzen sie. Wie viele andere Anwesenden zählen auch sie zu den treuen Gästen der Trottentage in der Spitaltrotte in Ennetbaden.

Von Freitag bis Sonntag haben die vier regionalen Weinbaubetriebe Weingut Jürg Wetzel, Weingut Goldwand Michael Wetzel, Weingut Martin Wetzel Würenlos sowie das Rebgut der Ortsbürgergemeinde Baden ihre vielfältigen Weine vorgestellt, in lockerer Runde ihre Betriebe präsentiert – und den neuen Fasskeller mit rund 140 Barrique- und weiteren knapp 20 grossen Fässern eingeweiht.

Impressionen Trottentage Ennetbaden.
12 Bilder
Michael, Roman und Barbara Wetzel (von links) bedienen die Gäste.
Impressionen Trottentage Ennetbaden.
Impressionen Trottentage Ennetbaden.
Michael Wetzel im neuen Fasskeller, der sich unterhalb der Strasse befindet.
Impressionen Trottentage Ennetbaden.
Die Spitaltrotte von aussen.
Impressionen Trottentage Ennetbaden.
Christian Wetzel führt die Besucherinnen und Besucher durch den neuen Fasskeller.
Impressionen Trottentage Ennetbaden.
Impressionen Trottentage Ennetbaden.
Impressionen Trottentage Ennetbaden.

Impressionen Trottentage Ennetbaden.

Stefanie Garcia Lainez

«Seit 2019 machen wir die Eichenfässer selbst», sagt Christian Wetzel bei einer Führung durch den Keller. Die Fässer aus regionalem Holz herzustellen, sei ein Familienprojekt. Dass sich unter der Spitaltrotte mit dem für 2,5 Millionen Franken erstellten Fass- und dem Flaschenlager derart grosse Räume befinden, ist dem schmucken Gebäude von aussen kaum anzusehen.

Bis zu 800 Gäste genossen am Wochenende die feinen Tropfen. Michael Wetzel zieht eine positive Bilanz. «Wir haben kurzfristig entschieden, die Zertifikatspflicht einzuführen. Die Gäste fühlen sich so sicher – Corona ist rückte n den Hintergrund.» Die wenigen Besucher ohne Zertifikat gekommen habe man problemlos vor der Türe bedienen können.

Seit dem Mittelalter betreibt die Ortsbürgergemeinde Baden in Ennetbaden die Spitaltrotte. Damals wurde für das erste Bürgerspital am heutigen Kirchplatz in Baden Wein hergestellt, zur Verköstigung der Patientinnen und Patienten. Ihnen wurde zwei Liter Wein täglich zugestanden, anstelle des damals eher ungeniessbaren Trinkwassers.

In der Trotte werden vom Kellermeister Jürg Wetzel und seinen Söhnen nicht nur die Weine des eigenen Weinguts, sondern auch jene der Wetzelbrüder Michael und Martin, des Badener Stadtweines sowie vielen weiteren Keltereikunden der Region gekeltert. Der Barriqueausbau geschieht in Fässern aus einheimischer Eiche, hergestellt unter anderem auch vom Küfer Stephan Wetzel, Sohn von Jürg Wetzel.

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