Baden

Einzigartige Show: Magische Momente in der Villa Boveri

Zauberer «Magrée» alias Marcel Grether begeistert das Publikum mit seinen Darbietungen.

Mit einer gelungenen Premiere von Zauberer Magrée startete die Reihe «Magic Moments» in der Villa Boveri in Baden.

Die Premiere von Magrées «Magic Moments» am 16. Oktober in der stilvollen Villa Boveri in Baden war ein voller Erfolg. 42 Gäste sitzen in drei Reihen um den runden Tisch und erleben hautnah, live und pausenlos Unglaubliches, Zauberhaftes und wahrscheinlich auch nachhaltig Prägendes. Die illustre Schar – im Alter von etwa 30 bis 80 Jahren – trifft sich im Foyer bei einem Willkommensdrink, um Punkt 19 Uhr einen Platz rund um den kleinen Tisch im wunderschön passenden Musikzimmer zu suchen.

Denn nach der Begrüssung durch Dorit Lamprecht, Geschäftsführerin der ABB Wohlfahrtsstiftung, fragt der grosse Magier «Magrée»: Wo würde mein Programm der magischen Momente besser passen als hier? Denn so hat im 18. Jahrhundert die Magie angefangen: In den Salons bei den Gästen zu Hause.» Marcel Grether, so sein bürgerlicher Name, möchte nicht nur in grossen Häusern und Hallen für Tausende von Fans auftreten, obwohl er der erste Schweizer Zauberkünstler war, der eine Abendshow in Las Vegas bestritt und durchaus mit Stars wie David Copperfield verglichen werden kann.

Wenn aus Zeitschriften-Seiten plötzlich 100er-Noten werden

Er sucht immer wieder nach neuen Nischen und hat vor elf Jahren diese Salon- oder Stubenshow vom Kleinsten, aber Feinsten entwickelt. Bald kennen wir uns mit Vornamen: Walti, der Kritische, der mit verschränkten Armen ganz nahe beim Magier sitzt, Heidi, die zusammen mit Freund und Schwester hier ihren Geburtstag feiert, oder Maria, die nicht jassen kann.

Mit gewitztem Wortgeplänkel weist der grosse Meister immer wieder auf Eigenheiten von uns allen hin, mischt dabei geschickt sein Joker-Kartenspiel zu immer wieder neuen Formen und Figuren auf dem Tischchen oder in der Luft; aber dann können wir unisono plötzlich nicht mehr folgen und murmeln: «Was war das eben? Wie hat er die Karte, auf der wir sitzen, erraten können? Wie geht das?»

Aus Zeitschriften-Ausschnitten macht er Hunderternoten. Das ist ja wie im Traum. Dies erklärt uns Magrée und führt uns von einer Illusion in die andere, hält uns mit Scherzen oder guten Ratschlägen, Tipps und Tricks am Gängelband, das nun auch Walti, den Skeptiker, nicht mehr loslässt. Längst lehnt er sich entspannt an seine Stuhllehne und lächelt wissend, aber ungläubig staunend vor sich hin.

Stephanie ist bereit, ein Experiment zu wagen, und erzählt eine Geschichte rund um ein Rendez-vous in Sidney. Am Schluss der Show befindet sich ihre originelle Schilderung samt Details in einer Box, die gut sichtbar vor uns steht und Max als Hauptaufgabe bewacht hat. Sozusagen zur Erholung erklärt Magrée einige Zaubertricks, die anschliessend im Foyer auch gekauft werden können.

Marcel Grether ist aber nicht nur ein begnadeter Zauberer, sondern auch ein Kommunikationskünstler und vor allem guter, guter Verkäufer. Kein Wunder, wird er von namhaften Firmen wie den SBB engagiert.

Beim Dessert nach dem Apéro riche erklärt der Künstler an einem Stehtisch die drei Schritte zum Erfolg: «Wer wollte als Kind nicht auch zaubern? Wer will als Erwachsener nicht Erfolg haben? Beachten Sie also, was das Publikum dabei interessiert: Ist er einer von uns? Ist sie sympathisch? Ist er oder sie gut? Und zwar genau in dieser Reihenfolge.»

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