Wettingen

Einwohnerrat entscheidet sich für Klimaschutz und dezentrale Integrationsstelle

Bereits an der Einwohnerratssitzung im Juni forderten Jugendliche die Ausrufung des Klimanotstands. Sie waren auch an der Sitzung von Donnerstag anwesend und nach dem positiven Entscheid des Einwohnerrats applaudierten sie diesem auf der Zuschauertribüne .

Klimademonstration vor dem Rathaus Wettingen

Bereits an der Einwohnerratssitzung im Juni forderten Jugendliche die Ausrufung des Klimanotstands. Sie waren auch an der Sitzung von Donnerstag anwesend und nach dem positiven Entscheid des Einwohnerrats applaudierten sie diesem auf der Zuschauertribüne .

An der Wettinger Einwohnerratssitzung wurde das Postulat zum Klimanotstand und auch der Gemeindevertrag für die dezentrale Integrationsstelle, die bereits am 1. August ihren Betrieb aufgenommen hat, angenommen - wenn auch nur knapp.

Am Donnerstag wurden - ausser einem - alle Anträge des Gemeinderats vom Einwohnerrat entweder zur Kenntnis genommen oder angenommen, wenn auch zwei Vorlagen nur knapp. Darunter diejenige zum Gemeindevertrag für das dezentrale Angebot Integration Baden sowie das Postulat zur Ausrufung des Klimanotstands. Bei ersterem musste der für die Integrationsstelle zuständige Gemeinderat Philippe Rey (parteilos) wohl kurz die Luft anhalten, konnte dann aber erleichtert aufatmen: 21 sagten Ja, 18 Nein, bei einer Enthaltung. Einen Plan B hätte es bei einer Ablehnung nicht gegeben.

Auch beim Postulat betreffend der Ausrufung des Klimanotstands schien die Entscheidung auf der Kippe. Der Gemeinderat hatte es zur Entgegennahme empfohlen. Einer der Postulanten, Leo Scherer von SP/WettiGrüen, und Martin Fricker von der SVP-Fraktion, lieferten sich einen kurzen Schlagabtausch um Sinn und Unsinn des Postulats. Auch andere Einwohnerräte äusserten sich kritisch. Am Ende aber stimmten 22 für und 15 gegen das Postulat (bei drei Enthaltungen).

Nur das vom Gemeinderat zur Ablehnung empfohlene Postulat der Fraktionen CVP, FDP und SVP, das fordert, dass die Gemeinde Wettingen so rasch wie möglich weniger Subventionen für Tagesstrukturen, Krippen und Mittagstisch bezahlen soll, wurde am Ende doch noch überwiesen - mit 17 Ja- zu 23 Nein-Stimmen gegen die Ablehnung des Postulats.

Weiter wurde mit 39 Ja-Stimmen und einer Enthaltung der Revision des Bestattungs- und Friedhofsreglements zugestimmt. (az)

Update folgt... 

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