Die Badener Ortsbürgerversammlung hat einen Verpflichtungskredit von 670'000 Franken für die Realisierung eines Heissen Brunnens mit 82 zu 8 Stimmen angenommen. Dabei handelt es sich um ein Kleinbecken im Bäderquartier, das mit Thermalwasser gespeist und der Öffentlichkeit gratis zur Verfügung gestellt wird. Während die Ortsbürger die Erstellungskosten übernehmen, sollen die Betriebs- und Unterhaltskosten für den Brunnen von der Einwohnergemeinde getragen werden. Hierfür wird eine Vorlage ausgearbeitet, die dem Einwohnerrat voraussichtlich im Januar vorgelegt wird. Die Kosten für Betrieb und Unterhalt werden im Falle einer Genehmigung durch den Einwohnerrat entsprechend ins städtische Budget aufgenommen. Im Idealfall soll der Heisse Brunnen gleichzeitig mit dem Botta-Thermalbad eröffnet werden – also im Idealfall im Jahr 2021.

Aus der Vogelperspektive: ein Flug über die Badener Bäderquartier-Baustelle

Aus der Vogelperspektive: ein Flug über die Badener Bäderquartier-Baustelle

(September 2018)

Ersatz für Thermal-Fussbad

Bereits seit knapp einem Jahr betreibt der Verein Bagni Popolari ein temporäres Gratis-Thermalbecken im Bäderquartier, es steht derzeit bei der Limmatquelle am Flussufer. Der Heisse Brunnen soll dieses temporäre Becken sowie das Thermal-Fussbad ersetzen. Der Stadtrat, der den Kredit von den Ortsbürgern beantragte, spricht im Zusammenhang mit dem Heissen Brunnen von einer «Perle». Er empfahl den Ortsbürgern den Kredit zur Annahme, weil das Becken für die Bevölkerung und Baden als Kultur- und Bäderstadt einen einzigartigen Mehrwert mit überregionaler Ausstrahlung darstelle.

Das «Bagno Popolare» auf dem Kurplatz Baden erfreut sich grosser Beliebtheit. (Archiv)

Das «Bagno Popolare» auf dem Kurplatz Baden erfreut sich grosser Beliebtheit. (Archiv)

Weil sich der Betrieb eines Thermalwasserbrunnens aufwendiger und inhaltlich komplexer als der Unterhalt eines normalen Trinkwasserbrunnens gestaltet, ist eine vertragliche Vereinbarung mit der Regionalwerke AG Baden zur Ausführung des Unterhalts vorgesehen. Im Gegensatz zu den Brunnen auf öffentlichem Grund, die sich im Eigentum der Regionalwerke befinden, soll der Heisse Brunnen ins Eigentum der Einwohnergemeinde Baden übergehen. Der Stadtrat begründet dies mit dem Mehrwert für die Allgemeinheit.