Die offizielle Eröffnung der neuen Dreifachsporthalle in Wettingen erlaubte ein spezielles Zusammentreffen: Regierungsrat Markus Dieth (CVP), Landammann Alex Hürzeler (SVP), und Rektor der Kantonsschule Wettingen, Paul Zübli, spielten zur Gaudi der Zuschauer zusammen Basketball. Am Ende war es Rektor Zübli, der den extra hervorgezauberten goldenen Ball souverän ins Netz traf, was mit tosendem Applaus quittiert wurde.

Die neue Sporthalle, mit einer Länge von 50 und einer Breite von 29 Metern, ist ein einzigartiges Bauwerk vor den Toren der Klosterhalbinsel und besteht aus einer in drei Einzelhallen unterteilbare Sporthalle. Das Besondere daran: Sie befindet sich unter dem Fussballplatz, ist also gänzlich unterirdisch. Und trotzdem sehen die Schüler von innen immer nach draussen, wie der Aargauer Kantonsbaumeister François Chapuis, der in Wettingen lebt, bei einem Medienrundgang erklärte.

Die Dreifachsporthalle wurde unterirdisch in den Felsen gebaut, weil die Sicht aufs Kloster denkmalgeschützt ist. Was den Verantwortlichen nun besonders gefällt, ist der Blick von der neugebauten öffentlichen Passage auf die Klosteranlage, «wo die Symbiose zwischen Alt und Neu speziell ersichtlich ist», erklärte Pat Tanner von den mlzd Architekten. Manche schöne Überraschungen würden erst am Ende eines Baus ersichtlich.

Die für die offizielle Einweihung eingeladenen Politiker, Landammann Alex Hürzeler und Regierungsrat Markus Dieth, zeigten sich beim Rundgang sehr interessiert und stellten angeregt Fragen. Markus Dieth war fasziniert: «Die Sporthalle ist sehr eindrücklich, auch die Akustik.» Zwar dauere vor allem die Planungsphase immer unglaublich lange: «Dafür wird umso schneller gebaut und hier sind die Architekten trotz Budgetkürzung zufrieden.» Diese mussten noch einmal über die Bücher, weil die Kosten für den Bau um 4,6 auf 17,6 Millionen Franken gesenkt wurden. Gespart wurde beim Hallenvolumen und bei der Infrastruktur. Zübli fand trotzdem: «Fürs Kerngeschäft ist die Halle so, wie sie jetzt ist, ideal.» Wohin aber zum Beispiel mit dem Material für den Aussensport? Das sei noch nicht ganz klar. Ursprünglich gewünscht war auch eine öffentliche Halle, sagte François Chapuis: «Vereine sind natürlich trotzdem willkommen, aber für Ligasport eignet sich die Halle nun nicht mehr. Wir sind einen Kompromiss zwischen Vereins- und Schulsport eingegangen, für eine kleinere Anzahl von Zuschauern.»

Von Anfang bis Ende

Innerhalb dreier Jahre ist die Dreifachsporthalle entstanden —  auch Dieths jüngere Tochter wird hier Sportunterricht geniessen, erzählte er: «Sie freut sich sehr darauf.» Muss sie ja wohl, wenn der Vater schon von Beginn weg eine tragende Rolle bei der Entstehung des Baus spielte: «Es macht mich stolz, dass ich als Gemeindeammann von Wettingen am Spatenstich, als Grossrat bei der Kreditvergabe und jetzt auch zur feierlichen Eröffnung als Bauherr und Regierungsrat dabei bin.»