Baden

Eine Gartenwirtschaft im Kurpark: Stadt und Grand Casino planen neues Bistro

Im alten Trafohäuschen an der Parkstrasse soll es ab dem kommenden Sommer eine Gartenwirtschaft des Casino-Restaurants mit nachhaltigem, regionalem Angebot geben. Mit einer öffentlichen WC-Anlage will die Stadt dem «Wildpinkeln» im Park ein Ende setzen.

Der Badener Kurpark wird nächstes Jahr eine neue Attraktion bekommen: Das Trafohäuschen an der Parkstrasse soll im Sommer zum Bistro werden. Die unscheinbare Transformatorenstation, direkt gegenüber dem Hauptsitz des Stromkonzerns Axpo, wurde in den Vierzigerjahren errichtet – gut 70 Jahre, nachdem die Gartenanlage rund um den Kursaal angelegt wurde. Heute liegt das unscheinbare Häuschen versteckt zwischen hohen Thujen und Eiben. Man muss es fast suchen zwischen den Büschen des Parks.

Ebenfalls neu im kommenden Jahr: Im Kurpark soll es endlich eine feste WC-Anlage geben. Bislang mussten sich die zahlreichen Parkbesucher im Sommerhalbjahr mit mobilen «Toitoi»-WCs begnügen. Diese wurden aufgestellt, weil unter anderem der Römer-Quartierverein vor drei Jahren beim Stadtrat intervenierte, nachdem es immer mehr Wildpinkler im Park gab. Etwas Erleichterung brachte damals das Angebot des Grand Casinos, dass jeder die Toiletten des Restaurants benutzen durfte, auch wenn nichts konsumiert wurde.

Umnutzung statt Abbruch

Jetzt haben das Grand Casino und die Stadt eine doppelt erfreuliche Lösung gefunden: Das seit Jahren ungenutzte Trafohäuschen bietet sowohl Platz für eine feste WC-Anlage als auch für ein kleines Bistro, das vom Grand Casino betrieben werden soll.

Im «Idealplan» für den Kurpark von 2003 war noch der Abbruch des Trafohäuschens vorgesehen gewesen. Es dient schon lange nicht mehr der Elektrizitätsversorgung und hat eine Fläche von gut acht mal sechs Metern. Darin sollen nun im Gastro-Teil eine kleine Restaurantküche und ein Lager Platz finden.Die Einwohnergemeinde Baden, das Grand Casino Baden und die Regionalwerke AG Baden machen dabei gemeinsame Sache.

Gilles Tornare, Marketingleiter der Regionalwerke AG, sagt: «Die Idee ist, das Gartenlokal von Frühling bis Herbst zu betreiben.» Je nachdem, wie das Angebot beim Publikum ankommt, könnte das Grand Casino später allenfalls auch bei kälterem Wetter ein Angebot «über die Gasse» anbieten. «Jetzt ist aber erst einmal ein Saisonlokal für die warme Jahreszeit geplant», so Tornare. Zur Parkseite hin soll es einen kleinen Sitzplatz mit Tischchen geben. Die Abteilungen Werkhof und Immobilien der Stadt realisieren im hinteren Teil die öffentliche Toilette.

Nachhaltig und regional

Wenn alles nach Plan läuft, könnte die Gartenwirtschaft im kommenden Sommer die ersten Gäste begrüssen. Was genau in der der «Trafo-Buvette» serviert werden wird, ist noch offen, aber beim Angebot werde man auf Nachhaltigkeit setzen, ebenso wie auf regionale und saisonale Produkte.

Das Baugesuch wurde kürzlich bei der Abteilung Planung und Bau eingereicht. Nach dem Vorliegen der Baubewilligung könnten die Umbauarbeiten im Frühling 2019 erfolgen, sodass Bistro und WC-Anlage für die Sommersaison 2019 einsatzbereit sind. Die im Kurpark aufgestellten «Toitois» dürften dann – zur Freude der Besucher – Geschichte sein.

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