Heute wird in Stetten der neue Wärmeverbund mit der neuen Wärmezentrale eingeweiht. Sie ersetzt die Holzschnitzelheizung im Primarschulhaus, die in die Jahre gekommen war. Mit ihrem Fernleitungsnetz von 1400 Trasseemetern verbindet die neue Wärmezentrale das Zentrum, das Unter– und das Oberdorf.

Seit Anfang Oktober versorgt die Anlage unter anderem zwei Kindergärten, zwei Restaurants, das katholische Pfarrheim, einen Bauernhof, fünf Einfamilienhäuser und 16 Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 150 Familien mit Wärme.

Die Ortsbürger investierten rund 2,5 Millionen Franken in die Anlage. «In erster Linie sind wir umweltfreundlich. Im Jahr können im Vollbetrieb mehr als 115 000 Liter Heizöl und 570 000 kg CO2 eingespart werden», sagt Gemeinderat Stephan Schibli (FDP).

Bei den heutigen Ölpreisen sei die Wärmezentrale teurer als eine Ölheizung. Wenn die Gemeinde aber langfristig denke oder der Ölpreis auf 95 Franken steigen würde, sei man mit einem Anschluss an den Wärmeverbund günstiger. Die Holzschnitzel für die Befeuerung der Zentrale liefert der Forstbetrieb Reusstal.

Vor zwei Jahren kamen Gemeinderat Stephan Schibli und seine Projektgruppe zum Entschluss, ihre Vorstellungen von einem umweltfreundlichen Dorf in die Tat umzusetzen. Die kleine Gemeinde hatte schon seit längerem die Vision von einem eigenen Wärmeverbund.

Nur ein Jahr dauerte die Planung, ein weiteres die Bauphase. Morgen, 14. April, kann die neue Heizungszentrale von Interessierten von 9 bis 13 Uhr im Primarschulhaus an der Schulhausstrasse besichtigt werden.