Mehr als 350 Birmenstorfer waren der Einladung zum Neujahrs-Apéro mit Buchtaufe gefolgt. So war die Mehrzweckhalle brechend voll, als die Brass Band-Formation des Musikvereins unter Leitung von Patrick Fischer zum Auftakt schmissige Melodien intonierte. Mucksmäuschenstill wurde es, als Patrick Zehnder, Historiker und Lehrer an der Kanti Baden, ans Mikrofon trat. Als leitender Autor der Ortsgeschichte «Birmenstorf im 20. Jahrhundert» schilderte er, wie das Projekt, für das der Startschuss vor vier Jahren gefallen war, zu einem 272 Seiten starken Buch herangewachsen ist. «Wir haben zahlreiche Gespräche mit Einheimischen geführt. Dabei ist auch viel Privates öffentlich geworden.» Nebst Zehnder sind das der beim Schweizer Heimatschutz für Baukultur verantwortliche Patrick Schoeck, die Historikerin Corinne Rufli und Geschichts-Student Stefan Michel.

Mit interessanten und amüsante Müsterchen ihrer Arbeit machten die Vier Lust auf das Buch. Kam hinzu, dass die Einheimischen einen Gutschein erhielten, mit dem das Werk an der Vernissage für 10 statt 25 Franken gekauft werden konnte. Entsprechend gross war denn auch die Nachfrage.

Frau Gemeindeammann Edith Saner hielt eine kurze Neujahrsansprache, die sie darauf aufbaute, «dass wir uns täglich entscheiden müssen, ob wir auf eine Situation pessimistisch, optimistisch oder realistisch reagieren». Nach dem Zitat des Dalai Lama «egal, in welcher Situation wir uns befinden, es ist immer möglich, etwas Positives darin zu finden», sowie der Feststellung, dass der 100-jährige Kalender ein trockenes und schönes Jahr prophezeie, lud Saner die Gäste ein, mit einem oder zwei Gläschen Birmenstorfer und gluschtigen Häppchen aufs 2016 anzustossen.