Die Stadtkirche Baden war am Freitag Nachmittag bis auf den letzten Platz besetzt. Rund 800 Personen hatten sich eingefunden, um Viktor «Vige» Erne die letzte Ehre zu erweisen. Der ehemalige Einwohnerrat und alt Generaldirektor der Schweizerischen Kreditanstalt (SKA) war letzte Woche im Alter von 75 Jahren verstorben.

Zu Beginn verlas Professor Joseph Jung den Lebenslauf des Verstorbenen. Er erinnerte an dessen Kindheit in Mellikon, die Zeit bei den Kadetten, die Ausbildung am Lehrerseminar im Wettinger Kloster, die Gründung zahlreicher Vereine – so etwa des Bodybuilding-Klubs – oder die fast 30 Jahre bei der SKA.

Wie ein roter Faden zog sich dabei das grosses Engagement in verschiedensten Lebensbereichen durch das Leben von Viktor Erne. Und: Wo immer Viktor Erne helfen konnte, da habe er geholfen.

Auch ehemalige Weggefährten nutzten die Gelegenheit, mit persönlichen und berührenden Worten dem Verstorbenen zu gedenken. «Schon im Kindergaren war klar, dass es Viktor weit bringen wird», erinnerte sich sein Freund Franz Streif. «So spielte er im Weihnachtsspiel nicht etwa einen Hirten, sondern König Herodes.»

Auch erinnerte sich Streif an die Gründung des «C6T» – der «Club der 6 Tiefgründigen.» Kein Verein mit GV oder Statuten, dafür habe man allerlei spannende Aktivitäten unternommen.

Alt-Stadtammann Sepp Bürge sagte: «Bodenhaftigkeit, Schalk und Eloquenz zeichneten Viktor aus.» Auf ihn sei immer Verlass gewesen. «Trotz seines grossen beruflichen Engagements ist sein nahes Umfeld nie zu kurz gekommen.»

Zuletzt sprach Ständerätin Christine Egerszegi: «Viktor, Du hast Spuren weit über Baden und die Region hinterlassen.» Als sie ihren Kindern letzte Woche – es war ein stürmischer Tag – die Mitteilung von seinem Tod übermittelt habe, sei als Antwort gekommen: «Der Sturm hat ihn weggetragen.» Egerszegi: «Weggetragen, nicht weggeblasen; Viktors Spuren kann man nicht wegblasen.»

So behalten Freunde und Weggefährten den verstorbenen Viktor Erne in Erinnerung: