Zwischenbilanz
Ein friedliches Fest mit 240'000 Besuchern

Die Polizei und das Organsisationskomitee sind zufrieden mit dem bisherigen Verlauf des Stadtfests. Der Anlass verlief bislang weitgehend friedlich. Und im Vergleich zur letzten Badenfahrt liegt auch wesentlich weniger Abfall auf den Strassen.

Martin Rupf, Pirmin Kramer und Erna Lang-Jonsdottir
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Stadtfest-Besucher genehmigen sich einen kühle Drink
11 Bilder
Stadfest Baden: Impressionen von den ersten vier Tagen
Publikumsaufmarsch beim Konzert von Stiller Haas
Blick in die Töpfe einer Beiz beim Theaterplatz
Feuerwerk bei der Flussraumeröffnung
Besucherinnen präsentieren die Festplakette
Grosser Andrang beim Promenadenlift
Hier wird grilliert
Konzert in der Klosterbar
Das Publikum beim Schloss Stein
Stadtfest-Besucher beim Theaterplatz

Stadtfest-Besucher genehmigen sich einen kühle Drink

Was für ein Wochenende: Wie Max Romann, Mediensprecher der Stadtpolizei Baden, erklärt, haben am Wochenende rund 240 000 Personen das Stadtfest besucht. Das Stadtfest-Komitee zeigt sich zufrieden mit dem ersten Festwochenende. «Wir hatten wunderbare Tage mit tollen Veranstaltungen und konnten dem grossen Ansturm standhalten», sagt Adi Hirzel, Co-Präsident des Komitees. Erfreulich sei, dass das Fest bisher friedlich verlief. «Es hat weniger Probleme mit der Sicherheit gegeben als an einem normalen Wochenende in Baden», sind sich Hirzel und Romann einig.
Demo für Pussy Riot gescheitert
Dass das Fest mehr oder weniger friedlich verlief, bestätigt auch Marco Bellafiore, Mediensprecher des Kantonsspitals Baden (KSB). «Wir haben am Wochenende 20 Personen verarztet, die sich am Stadtfest verletzt haben oder verletzt wurden», weiss Bellafiore. Das seien nur wenige Patienten mehr, als im Schnitt nachts an Wochenenden üblich. «Einer der Patienten kam zum Notfall mit leichten Stichwunden», bedauert er. Der Fall wird von der Kantonspolizei untersucht. «Wir am KSB ziehen trotzdem eine positive Bilanz - für ein Fest in der Grösse gab es wenig ernsthafte Zwischenfälle.»
Dies unterstreicht auch Romann: «Die Stimmung war während des Festbetriebs sehr friedlich. Es gab keine grossen Schlägereien, und Diebstähle wurden lediglich zwei gemeldet.» Vorsichtsmassnahmen musste die Polizei aufgrund eines Facebook-Eintrages treffen: «Am Sonntagnachmittag war auf dem Bahnhofsplatz eine Demonstration für die verurteilten Frauen der Punkband Pussy Riot angesagt.» Lediglich fünf Personen seien dem Aufruf gefolgt. Erfreut ist Romann über die positive Bilanz in Sachen Lärmvorschriften. «Die Beizen halten sich daran. Wir mussten insgesamt nur drei Verwarnungen aussprechen.» Der Polizei ein Dorn im Auge ist der Zugang zum Lunapark. «Er ist zu eng, wir suchen nach Lösungen.»
Saubere Stadt und geniale Beizen
Erfreuliches dafür von der Abfall-Front: «Im Vergleich zur letzten Badenfahrt liegt viel weniger Abfall auf den Strassen», sagt Chris Klein vom Stadtfest-Komitee. Das System mit den Mehrwegbechern zahle sich aus. Mit einem Grossaufgebot sorgt der Werkhof für ein sauberes Stadtfest: Drei 2er-Teams wechseln die Abfallsäcke, und um vier Uhr morgens reinigen rund 20 Mitarbeiter die Stadt.
Eine überaus positive Bilanz zieht Lukas Urech vom Stadtfest-Komitee, zuständig für die Festwirtschaften und Logistik: «Ich ziehe den Hut vor der Leistung der Vereine. Nach 14 Tagen Aufbau hatten alle noch genügend Energie, um die Heerscharen von Besuchern zu bedienen und zu verpflegen.» Besonders beeindruckt ist Urech von der Kreativität der Beizen. «Die Vereine haben eingehalten, was sie versprochen haben. Meine Erwartungen wurden gar übertroffen», schwärmt er. Denn in der Realität kämen viele Beizen noch aufwendiger und schöner daher als auf dem Papier.

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