Chordirigent Stephan Wiedmer eröffnete den Abend fulminant an seinem Elektropiano. Während des Wiener Walzers «An der Schönen Blauen Donau» erschienen die Sänger des Männerchors Liederkranz zur Probe.

Man sei mit den Vorbereitungen auf das Gesangsfest vom kommenden Jahr in Verzug und so finde das Jahreskonzert heuer als Chorprobe statt, erklärte Wiedmer. Der Dirigent verstand es geschickt, das Publikum zum Mitsingen zu motivieren.

Mit Gesangsübungen wie «Inga spielt Ping-Pong mit King Kong in Hong Kong» oder «Stricke, stricke Strümpfe…..» löste er ausgelassenes Gelächter aus und die Stimmung brauchte kaum noch weiter angeheizt zu werden. Nebst dem «Liederkranz» trat auch der Chor «Spezicanto» auf. Auch hier sollten die Konzertgäste mitsingen. Beim Gospel «Heaven Is A Wonderful Place» waren diese dann etwas überfordert.

Auf das Glatteis der Rockmusik wagten sich die Sänger mit dem Titel «Another Day In Paradise» aus der Feder des britischen Musikers und Genesis-Stars Phil Collins.

Urchiger Chor mit Örgeli

Plötzlich erklang das deutsche Volkslied «Lustig ist das Zigeunerleben» aus dem hinteren Saal. Acht junge Männer in Edelweisshemden, begleitet von einem Schwyzerörgeli, marschierten auf die Bühne. Sie nennen sich «Urchigs K-City-Chörli». Aus vollen Kehlen sangen sie «E Bluet- und Läberwurscht, und es Bier geg de Durscht, das isch fein!» Frenetischer Jubel und tosender Applaus des Publikums waren der verdiente Lohn.

Drei Gesangschöre mit drei verschiedenen Genres gibt es in dem 1800-Seelen-Dorf Künten-Sulz. Wo findet man so etwas noch? Sämtliche Sänger der drei Chöre seien ortsansässig, freute sich Liederkranz-Präsident Stefan Kohler. Während der Liederkranz auf traditionelle deutsche Männerchorliteratur setze, fokussiere der Spezicanto mehr auf englischsprachige Titel. Das junge K-City-Chörli hingegen singe bodenständige Lieder, so Kohler weiter.

Lustspiel sorgt für Heiterkeit

Gekonnt inszenierten Laienschauspieler der Theatergruppe Künten unter der Regie von Silvia Kohler im Anschluss das Lustspiel «Spääti Nachwee». Die Hausherrin Vreni Müller (dargestellt von Sabina Kaman) ist verreist. Derweil richten ihr Mann Hans (Werner Zbinden) und ihr Sohn Kurt (Patrick Füglistaller) zu Hause ein Chaos an. Eine fremde Frau namens Susi Affolter (Isabelle Zaugg) liegt plötzlich mitten in der Wohnung.

Plötzlich und unverhofft kehrt die Hausherrin zurück. Die Tratsch-Tante Gerda Nasenbein (Beatrice Renfer) sorgt zusätzlich für Wirrwarr. Tante Olga Müller (Désirée Schnyder) betrinkt sich auf dem Sofa und Tierarzt Dr. Binggeli (Xianyang Ye) ist ebenfalls nicht Herr der Lage. Verwechslungen und Komik dominierten das Stück und sorgten für anhaltende Heiterkeit unter den Zuschauern.