Am Bordell "Gebi-Wellness" sind schon Tausende vorbeigefahren, in den Räumlichkeiten waren dagegen nur die wenigsten. Am Samstag haben nun über 120 Personen die Gelegenheit genutzt, den Erotiktempel einmal ganz ohne sexuelle Absichten zu betreten – und in Augenschein zu nehmen. An einem "Tag der offenen Tür". 

Die Überraschung war gross. "Es war nicht etwa schmuddelig, sondern gepflegt", sagt ein Besucher zu "TeleM1". Eine andere Frau meinte, dass es schön aussehe, die Räume grosszügig seien. "Es hat spezielle Einrichtungen, die zu den Zimmern passen. Es ist wirklich super gemacht."

Auch eine jüngere Frau hat positive Eindrücke erhalten. "Es hat mich erstaunt, wie schön es ist. Es hat einen guten Eindruck gemacht und ich habe das Gefühl, den Frauen geht es hier gut."

Genau das sei auch die Idee gewesen hinter dem "Tag der offenen Tür", Stefan Rohner vom Dorf-Puff. "Wir wollten vor allem Vorurteile aus der Welt schaffen", sagt er. "Ich habe gemerkt: Viele Leute wissen gar nicht, um was es hier geht."

Es geht hier natürlich um Sex – aber nicht nur, meint Rohner. Viele Männer kämen vorbei, um auch nur mit den Frauen zu reden oder um mit ihnen Händchen zu halten – weil sie einsam sind. 

Und was sagen die Prostituierten? "Ich mache es für die Geld", sagte eine von ihnen, die unüberhörbar mit einem ausländischem Akzent spricht. Sie habe ein Kind und müsse Geld nach Hause schicken. Ein Traumjob dürfte das für sie also nicht sein.