Fulminant eröffneten die Musikanten den Abend in der Mehrzweckhalle mit dem Marsch «The Liberty Bell» aus der Feder des legendären amerikanischen Militärkappellmeisters John Philip Sousa. Auf der Bühne präsentierte sich aber nicht eine Blasmusikformation im klassischen Sinne. Mit gerade mal zwei Trompeten, dafür aber mit Violine, Oboe und Akkordeon besetzt, erlebten die Konzertbesucher einen neuartigen Sound. Die meist jungen Musikanten unterhielten mit einem beschwingten Repertoire aus Pop- und Filmmusik. Man hätte aus der Not eine Tugend gemacht, erklärte Konzertmoderator Marco Galli. Als die Musikgesellschaft vor einem Jahr vor dem Aus stand, suchten die Verantwortlichen neue Wege. Sie holten junge Instrumentalisten mit verschiedensten Instrumenten ins Boot und schweissten das Ganze zu diesem neuen Ensemble zusammen. Das Unterfangen ist bestens gelungen, wie sich am Konzert zeigen sollte.

Wo die Würenloser auch künftig ihren Nachwuchs hernehmen werden, demonstrierten sie mit dem Oberstufenensemble, bestehend aus Jugendlichen und Kindern der Dorfschule. Vor begeistertem Publikum führte das Ensemble zwei beschwingte Potpourris auf und erntete frenetischen Applaus.

Wo jubiliert wird, sind selbstverständlich auch Gratulanten zur Stelle. Gemeindeammann Hans Ulrich Reber freute sich im Interview vor Publikum über die Wiedergeburt der Musikgesellschaft. Sie sei ein fester Bestandteil der Dorfkultur und er wünschte sich, dass künftig auch wieder Marschmusik gespielt werde.

Marco Galli betätigte sich dann auch noch als Gesangslehrer. Geschickt brachte er die Konzertbesucher dazu, die Refrain-Antworten «heidi heidi ho!» im Stück «Minnie the Moocher» zu singen. Die Begeisterung im Saal war förmlich zu spüren. Zum krönenden Abschluss und unter rhythmischer Unterstützung der Zuhörerschaft ertönte der einstige Creedence-Clearwater-Hit «Proud Mary-Rollin’ On A River».