Wettingen

Die Rebpflege ist neu in den Händen der Klostergärtnerei

Die Weinberge machen das Ortsbild von Wettingen aus.

Die Weinberge machen das Ortsbild von Wettingen aus.

Der Umbruch im Wettinger Weinbau zwang auch die Gemeinde dazu, neue Lösungen für ihre Trauben zu finden.

Der Wettinger Weinbau hat in den letzten Monaten einige Veränderungen erfahren: Die alte Weinbaugenossenschaft wurde aufgelöst und dafür die Weinstern AG gegründet. Die Gemeinde Wettingen wollte sich aber nicht an dieser Organisation beteiligen – wie einige andere Wettinger Weinbauern auch nicht. Ausserdem ging der lange Jahre für den Weinbau zuständige Werkhofmitarbeiter in Pension. Neue Lösungen mussten her.

Die gemeindeeigenen Reben sind auf einer Fläche von einem Hektar, verteilt auf acht Parzellen an vier Standorten, zu finden. Deren Pflege sowie das Pressen und das Keltern sind bis anhin von drei verschiedenen Parteien übernommen worden. «Die Weinstern AG hätte die Betreuung des Rebbergs nicht übernommen, sondern nur Kelterung und Vermarktung. Das war für uns als Gemeinde aber keine Option», sagte Gemeindeammann Roland Kuster (CVP) kürzlich an einer Medienorientierung. «Für den Rebbau hätten wir trotzdem jemanden gebraucht und für die Vermarktung haben wir unsere eigenen Kanäle.» Eine der grössten Verkaufspositionen sei das Tägerhard.

Klostergärtnerei und Weingut Wetzel

Um eine neue Lösung zu finden, wurden die diversen Arbeiten zuerst ausgeschrieben. Für die Pflege der Rebberge alleine seien aber keine Angebote eingegangen, sagte Kuster. Deshalb habe man die Synergie mit der Klostergärtnerei Wettingen gesucht, die bereits einen Rebberg pflegt.

Mit der Ennetbadener Jürg Wetzel Weinbau GmbH habe die Gemeinde hingegen das qualitativ beste Angebot berücksichtigen können, was die Weiterverarbeitung der geernteten Trauben bis hin zur Abfüllung in Flaschen betrifft. Der Familienbetrieb ist für die Kelterung mehrerer Weinbaubetriebe in der Region zuständig.

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