«Das wird ein schöner Ausstellungsraum für unsere vier Marken, teilweise wird er zweistöckig», schwärmt Bruno Baschnagel. Er zeigt auf die Architektenpläne der künftigen City Garage und hat sehr klare Vorstellungen: «In diesen Bereich werden Alfa Romeos ausgestellt, hier Lancias, hier Fiats und hier Jeeps.» Was er auf dem Papier erklärt, soll in drei Jahren Wirklichkeit sein: der Neubau der City Garage an der Landstrasse.

Wie er aussehen soll, zeigen die Profilstangen auf dem Areal. In die Anlage, und damit die Zukunft des Unternehmens, will er rund 23 Millionen Franken investieren. Das Projekt nimmt die Ideen des kommunalen Masterplanes für die künftige Gestaltung der Landstrasse auf und entspricht den geltenden Vorschriften.

Die geplante Überbauung umfasst zwei Gebäude. Dasjenige an der Landstrasse wird mit 60 m fast die gesamte Länge des Grundstückes einnehmen. Das Erdgeschoss wird für die Ausstellung reserviert. Im westlichen Teil wird dieser dank des sinkenden Geländes rund 8,5 m hoch. In den oberen Geschossen sind 18 Wohnungen sowie 3 Attikawohnungen vorgesehen.

Sie sollen teils verkauft, teils vermietet werden. Im rückwärtigen Bereich ist das rund 40 m lange und 20 m breite eingeschossige Werkstattgebäude geplant. Das Besondere: Sein Dach wird begrünt und wird als Garten dienen. Beheizt wird die im Minergie P Standard geplante Anlage mit Gas. Zudem ist eine Solaranlage geplant. Weil das Areal im Schutzgebiet des Grundwasserpumpwerks Bettleren liegt, dürfen keine Erdsonden abgeteuft werden. Die Gemeinde erlaubt an dieser Stelle eine Arealüberbauung. Sie muss deshalb noch ein externes Gutachten erstellen lassen.

Hoffen auf Bewilligung im Herbst

Während der Bauphase wird die City Garage in einem Provisorium untergebracht. «Es ist noch nicht entscheiden, ob wir das intern lösen oder externe Räume mieten», sagt Baschnagel. Er hofft, dass die Baubewilligung im Herbst vorliegt. Im Frühjahr 2015 sollen die Gebäude abgebrochen und anschliessend der Neubau erstellt werden. «Wir rechnen mit einer Bauzeit von zwei Jahren», sagt Bruno Baschnagel.

«Heute ist die 4. Generation unserer Familie an diesem Ort in der Autobranche tätig», sagt Bruno Baschnagel, selber Mitglied der 3. Generation. Vor drei Jahren hat er den Betrieb seinem Sohn Rolf übergeben. In diesem Jahr sind es auch 40 Jahre her, seit Bruno Baschnagel den Betrieb als City Garage betreibt. Deren Anfänge gehen auf das Jahr 1922 zurück. Damals erstellte Ernst Baschnagel das Wohn- und Geschäftshaus an Landstrasse 108.

Er betrieb eine Schmiede und eine mechanische Werkstatt. Der Betrieb wurde ständig modernisiert; aus der Velo- wurde eine Motorradwerkstatt und schliesslich eine Autogarage. Das Haus 112, es prägt die Kreuzung Landstrasse/Bahnhofstrasse, wurde um 1930 als Konsum gebaut. Im Erdgeschoss befand sich der Laden im Obergeschoss Wohnungen. 1973 kaufte es Alfons Baschnagel, um seine Garage zu erweitern. Seit Bruno Baschnagel 1974 den Betrieb übernommen hat, hat er ihn laufend modernisiert.

Was aber blieb, sind die engen Platzverhältnisse und die verwinkelten Arbeits- und Verkaufsräume. Mit dem Neubau will er das Unternehmen auch räumlich auf eine zeitgemässe Basis stellen.