Wettingen

Der «Stern 19» soll leuchten: Das Kunstwerk von Beat Zoderer vor dem Tägi ist enthüllt worden

Gemeinderat, Tägi-Verantwortliche und Helfer haben den bunten Stern enthüllt.

Gemeinderat, Tägi-Verantwortliche und Helfer haben den bunten Stern enthüllt.

Sichtlich erfreut begrüsste Wettingens Gemeindeammann Roland Kuster die kleine Gruppe vor dem noch verhüllten Kunstwerk von Beat Zoderer. Eigentlich ist das Kunstwerk längst fertig, doch es konnte noch nicht der Bevölkerung präsentiert werden, weil die offizielle Eröffnung des Tägis mehrmals verschoben werden musste.

So machten sich der Gemeinderat Wettingen, die Belegschaft und der Verwaltungsrat vom Tägi und weitere Helfer daran, das Kunstwerk vom riesigen Tuch zu befreien. Zum Vorschein kam ein grosser, aber eleganter und bunter Stern, der auf zwei Beinen in einem runden Brunnen vor dem Eingang zum Schwimmbad steht. «Nach dem Auftrag der Gemeinde Wettingen entstanden die ersten Zeichnungen und Modelle», erinnerte sich Künstler Beat Zoderer an die Anfänge der Entstehungs­geschichte vor über eineinhalb Jahren. Danach kam der kreative Prozess ins Rollen und es gab immer weiterer Zeichnungen und Modelle. Doch die verwarf Zoderer allesamt und kehrte schliesslich wieder zum ursprünglichen Modell zurück.

Danach wurde das Modell in 3D aufgebaut, und es konnten Verfeinerungen vorgenommen werden. «Es besteht ja aus lauter Dreiecken», meinte Beat Zoderer. Doch mit einem schelmischen Lächeln erklärt er, dass er im ganzen «Stern 19», wie die Skulptur heisst, auch zwei Vierecke eingebaut hat. Wer genau schaut, findet sie. «Der Stern ist ja im Stil des Dekonstruktivismus, also eben gerade nicht symmetrisch. Das hat mich schon immer fasziniert», fuhr der Künstler fort. Der Stern ist 4,75 Meter hoch. «Wenn etwas mehr Geld vorhanden gewesen wäre, dann wäre er noch grösser geworden», meinte Künstler Zoderer augenzwinkernd.

Doch der «Stern 19» ist nur ein Teil des dreiteiligen Kunstwerks. Damit wurde natürlich der Stern im Wappen des grössten Dorfs des Lands aufgenommen. Auf dem Vorplatz hat es neue Sitzbänke in Wellenform, was auf die Wellen im Wappen zurückgeht. Und im frisch renovierten Hallenbad des Tägis hat es ein grosses, buntes Glasmosaik von fast 12 Metern Länge.

Wieder zurück auf dem Vorplatz meint der 65-Jährige: «Der Stern und die Wellenbänke definieren den Platz neu.» Sowohl Beat Zoderer als auch Gemeindeammann Kuster hoffen, dass die Wellenbänke zum Verweilen einladen und der Brunnen vielleicht sogar zu einem kleinen Fussbad animiert. «Ich habe das Gefühl, es ist gelungen», meinte der Künstler abschliessend bescheiden und brachte es dabei trotzdem auf den Punkt.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1