Badener Fasnacht

Der Schulhausplatz – ein gefundenes Fressen

Der traditionelle MaBa vom Fasnachtsmontag fand in diesem Jahr neu bereits am Freitag statt – dominierendes Thema: das Verkehrschaos in Baden.

In der zum Tanzfloor umfunktionierten Parkgarage schmetterten die Trompeten der 34er-Höckler den Oldie «Aber dich gibt’s nur einmal für mich». Im Tanzsaal spielte die Party-Band «Jave Jam» rockige Tanzmusik. Daneben standen eine Kuschelbar und eine Bierschwemme für das fasnächtliche Treiben zur Verfügung. Nach und nach füllten sich die Räumlichkeiten mit Masken und Besuchern.

Mit Bezug auf die Verkehrsprobleme am Schulhausplatz lautete das diesjährige Motto «MaBa Umleiten». Spektakuläre Masken und Kostüme mit viel Liebe zum Detail gaben sich ein Stelldichein und buhlten bei der Jury um Bewertungspunkte.

Der Abend erwies sich als Fasnachts-Gala. Sehr gesittet und schon fast ruhig benahmen sich die Fasnächtler. Keine Konfettiregen, keine Luftschlangen und keine Rätschen sorgten für Turbulenzen in den Katakomben des Du Parcs. Man hätte sich vor Jahren bewusst für einen traditionellen Ball mit Maskenprämierung entschieden, erklärte OK-Mitglied Fabian Käufeler. Man wollte bewusst nicht eine weitere Guggen-Party in Baden inszenieren. Vielmehr wolle man die Kultur der Masken, Kostüme und Sujets weiterpflegen, so Käufeler.

Selbstverständlich aber kamen die Fans von Guggenmusik nicht zu kurz. Nebst der gastgebenden Bloser Clique liessen weitere fünf Formationen die Wände der Parkgarage erzittern.

Kurz nach Mitternacht war es so weit; die Jury prämierte die tollen Masken. Bei den Einzelmasken hatten die Preisrichter leichtes Spiel, registrierte sich doch einzig ein Fussballer mit der Etikette «The Next FIFA Boss» in dieser Kategorie. Bei den Paarmasken siegte das Duo «Chrüsimüsi». Die beiden Damen waren äusserst originell als wandelnde Bäume verkleidet und thematisierten den am Schulhausplatz kürzlich gefällten Mammut-Baum.

Bei den Gruppen hatten die mit Pylonen, Ampeln und Verkehrszeichen dekorierten «Verkehrshindermissen» die Nase vorn. Danach nahm das närrische Treiben weiter seinen Lauf bis in die frühen Morgenstunden.

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