Würenlos

Der nächste Schritt zur neuen «Landi»: Pläne für das Areal Grosszelg am Bahnhof liegen auf

Heute ein eher trostloser Anblick: Der Bahnhof Würenlos – im Hintergrund das alte Stationsgebäude von 1877. Die neue «Landi» soll links dahinter gebaut werden.

Heute ein eher trostloser Anblick: Der Bahnhof Würenlos – im Hintergrund das alte Stationsgebäude von 1877. Die neue «Landi» soll links dahinter gebaut werden.

Das Dorf verwandelt sich weiter – jetzt liegen neue Pläne auf für das Areal Grosszelg am Bahnhof.

Würenlos ist im Wandel. Zahlreiche grosse Bauprojekte verändern derzeit das Ortsbild. Auf dem Areal Grosszelg, in unmittelbarer Nachbarschaft zum Bahnhof, plant die «Landi Furt und Limmattal» einen Neubau als Ersatz für das in die Jahre gekommene Landi-Gebäude an der Abzweigung von der Landstrasse zum Bahnhof. Die landwirtschaftliche Genossenschaft mit Sitz in Adlikon bei Regensdorf betreibt in Würenlos auch den Volg an der Schulstrasse im Dorf sowie die Agrola-Tankstelle, die Autowäsche und den Agrarhandel mit einem Lagerschuppen auf dem Bahnhofsareal.

Jetzt liegt der Erschliessungsplan «Bahnhof-Landi» öffentlich im Gemeindehaus zur Mitwirkung auf. Auch auf der Website der Gemeinde sind die Pläne des Wettinger Ingenieurbüros Minikus Vogt & Partner einsehbar. Sie zeigen, wie das Bahnhofsareal im Zuge des Landi-Neubaus für alle Verkehrsteilnehmer besser erschlossen werden soll – und auch wie das Bahnhofareal attraktiver gestaltet werden könnte.

ÖV und Langsamverkehr

Zusammen mit den benachbarten Baugebieten «Steinhof» und «Im Grund» zählt das Bahnhofsareal zu den wichtigsten Entwicklungsflächen im Dorf. Zwischen diesen Gebieten soll es eine neue Verbindung für den Fuss- und Veloverkehr von der Hürdlistrasse bis zum Bahnhof geben. Das Dreieck zwischen SBB-Gleisen, Bahnhof-/Grosszelgstrasse und Grundstrasse wird sich mit dem Landi-Neubau stark verändern. Auf dem Areal soll Tempo 30 gelten.

Einer der wichtigsten Punkte ist der Verkehrsknoten bei der heutigen Landi, wo die Zufahrt zum Bahnhof, die Eisenbahnbarriere und die – als Kantonsstrasse stark befahrene – Landstrasse zusammenkommen. Durch den erwarteten Mehrverkehr zur neuen Landi soll der Verkehr auf der Landstrasse nicht beeinträchtigt werden.

Hier habe man nun für die Bauzeit mit den Vertretern der Landi und mit Planern vom Kanton eine gute, partnerschaftliche Lösung gefunden, sagt Gemeindeammann Anton Möckel (parteilos). Die Krux war hier, wie der Verkehr geführt werden soll, während die neue Landi im Bau ist, gleichzeitig aber die Strassenführung noch nicht erneuert wurde. Das Problem ist gelöst: «Wenn die Parkplätze der heutigen Landi wegfallen, bleibt genügend Platz für eine provisorische Verkehrsführung in beide Richtungen», erklärt Möckel. Nach der Fertigstellung des Neubaus kann dann der Knoten an der Landstrasse neu gestaltet werden. «Wichtig war für uns zudem vor allem auch eine gute Lösung für den ÖV und den Langsamverkehr», sagt Möckel. «Auch hier haben wir mit den Planern eine gute Lösung gefunden.»

Die Landi will schon seit Jahren umziehen, weil die Fläche am heutigen Standort eigentlich viel zu klein ist. Um den Neubau mit Laden, Waschanlage und Tankstelle zu ermöglichen, hat die Gemeindeversammlung im Juni 2018 einer Teiländerung des Zonenplans zugestimmt. «Die Landi ist seit 100 Jahren in Würenlos». Es ist wichtig, dass ihr Bestehen bewahrt wird», sagte der Gemeindeammann damals. Im August hat der Gemeinderat dann einen Entwicklungsrichtplan für das Gebiet vom Bahnhof bis zum «Steinhof» und «Im Grund» erlassen.

Die neue Landi soll in den nächsten Jahren gebaut werden. Anschliessend ist der Weg frei für eine Aufwertung des Bahnhofsareals. Mit dem vorliegenden Erschliessungsplan wird dafür die planerische Grundlage geschaffen.

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