Fislisbach

Der Kreisel muss schon wieder saniert werden – wie erklärt der Kanton die Schäden?

Seit Montag laufen beim Gemeindehaus-Kreisel in Fislisbach erneut Bauarbeiten. ces

Seit Montag laufen beim Gemeindehaus-Kreisel in Fislisbach erneut Bauarbeiten. ces

Der 2012 erstellte Kreisel muss nach 2015 nochmals ausgebessert werden. Auch auf die Gemeinde kommen Kosten zu.

«Und schon wieder muss der gleiche Kreisel in Fislisbach geflickt werden, wie nach dem Neubau», schreibt ein Leser der Redaktion. Allgemein seien schon viele Kreisel gebaut worden, mit sehr gutem Erfolg. Nur, mit welcher Qualität hier gebaut wurde, sei zu hinterfragen, schreibt der Leser weiter. Es sei «peinlich, den gleichen Kreisel mehrmals zu flicken». Er bezieht sich auf den Kreisel beim Gemeindehaus. Dieser wurde im Rahmen der Sanierung und Gestaltung der Badenerstrasse im Jahr 2012 neu erstellt.

Seit Anfang Woche wird der Kreisel nun saniert, wie die Gemeinde auf ihrer Website mitteilt. Liegt der Grund bei einem Baumangel, wie der Leser annimmt? Diese Vermutung liegt nahe, musste der Kreisel doch bereits vor vier Jahren wegen baulicher Mängel saniert werden. Zur Erinnerung: Anfang 2015 war eine Sofortmassnahme nötig, nachdem sich der Naturstein im Innenring des Kreisels gelockert hatte. Rund ein halbes Jahr später mussten damals erneut Bauarbeiten vorgenommen werden. Es stellte sich heraus, dass die Sanierungsarbeiten mangelhaft waren. Da der Eingriff innerhalb der Garantiefrist erfolgte, übernahm die Bauunternehmung die entstandenen Kosten.

Giuliano Sabato, Kreisingenieur beim kantonalen Departement Bau, Verkehr und Umwelt, sagt auf Anfrage, dass sich die Strassenabschlüsse durch die stetig starke Beanspruchung gelockert hätten und teilweise bereits Schäden aufweisen würden. Um die Sicherheit zu gewährleisten, seien diese zu ersetzen. «Auf der Badenerstrasse zirkulieren täglich durchschnittlich über 12 000 Fahrzeuge, wovon rund 600 Lastwagen sind», so Sabato. Dabei werden die Randsteine oft vom LKW-Verkehr befahren. Aufgrund der stetigen und starken Belastung seien diese anfälliger auf Schäden. «Daher sind die Schäden nicht einer mangelnden Ausführung, sondern auf eine sehr starke Beanspruchung zurückzuführen», betont er.

Wer trägt die Kosten?

Wie sieht es mit den Sanierungskosten aus? «Aufgrund dessen, dass es sich nicht um einen Baumangel und um eine verhältnismässige kleine Werkreparatur handelt, gehen die Kosten gemäss Aufgabenteilung zwischen Kanton und Gemeinde ganz zulasten des Kantons.»

Die Sanierungsarbeiten sollen bis Ende nächste Woche abgeschlossen sein. Während der Bauphase werde der Verkehr nur minimal tangiert beziehungsweise nur wenig behindert, so Kreisingenieur Sabato.

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