Killwangen

Das «Zelgli» soll noch ein «Chnödli» erhalten

Killwangen: Das Nachwuchs-Architekturbüro Soppelsa gewinnt Wettbewerb für die Schulhauserweiterung. Der Projektvorschlag Chnödli machte das Rennen.

«Das Projekt Chnödli ist überzeugend, es hat einen einfachen Grundriss und architektonische Qualität», sagte William Steinmann bei der Präsentation des Wettbewerbsergebnisses. Ein weiterer Vorteil, es erfüllt das Raumprogramm mit einem Bauvolumen von rund 6000 Kubikmetern. Andere, ausgeschiedene Projekte, hatten bis 7000 m3 erfordert. Der Projektvorschlag Chnödli erweitert die bestehende Schulanlage mit einem östlichen zweistöckigen Anbau. Dieser wird mit einem eingeschossigen Zwischenbau, der die Aula aufnimmt, mit dem bestehendenden Schulhaus verbunden. «Bei unserer Arbeit wollten wir die bestehende Gebäudequalität konsequent weiter denken», sagt Architekt Mario Soppelsa.

So entstanden, zwei getrennte Schulhauseinheiten, die durch eine gedeckte Aussenhalle miteinander verbunden sind. Hier sieht die Jury noch Nachholbedarf, sie möchte die beiden Schultrakte durch eine zentrale Eingangshalle vereinigen. Auch die Aula beurteilt sie als zu klein und zu niedrig. Sehr positiv erwähnt sie die wenigen Eingriffe, die vorgesehen sind, um das bestehende Schulhaus grosszügiger zu gestalten. Das Raumprogramm mit drei neuen Klassenzimmern sowie Gruppen- und Nebenräumen ist folgerichtig umgesetzt, hält die Jury im Bericht zum Wettbewerb fest. Diese pädagogischen Vorteile haben dem Projekt den Sieg gesichert.

Killwangen Schulhaus Zelgli

Katja Stücheli und Marcel Meier von der Ortsmuseums-Kommission haben in aufwendiger Recherche und Selektion die neue Sonderausstellung zusammengestellt.

Sechs Teilnehmer, ein Sieger

Das Projekt wurde in einem zweistufigen Präqualifikationsverfahren ausgewählt. «26 Büros hatten sich dafür angemeldet», sagt Steinmann. 6 Büros wurden zum Wettbewerb eingeladen. «Im Rahmen der Nachwuchsförderung haben wir auch ein junges Architekturbüro eingeladen und dieses Vorgehen hat sich bewährt», sagt Steinmann. Mario und Nino Soppelsa aus Zürich haben mit ihrem Projekt Chnödli den Wettbewerb gewonnen. Die Brüder haben das Büro 2011 gegründet.

«Für das Projekt in Killwangen haben wir zudem Landschaftsarchitekt Matthias Rosenmayr zugezogen.Nun werden die Architekten ihr Projekt anhand der Anregungen der Jury überarbeiten. Danach wird die Gemeinde es durch einen Finanzfachmann überprüfen lassen. «So sollten wir sehr genaue Kosten erhalten», sagt Gemeindeammann Alois Greber. Deshalb ist vorgesehen, dass die Gemeindeversammlung im November bereits über den Baukredit entscheiden kann.
«5,3 Mio. Franken sind unsere Zielvorgabe», so Greber. Falls es zu keinen Verzögerungen kommt, können die Bauarbeiten im Frühjahr 2014 beginnen. Auf das Schuljahr 2015/2016 sollte die Anlage bezugsbereit sein.

Ausstellung: Die Wettbewerbsprojekte sind vom 11. bis 20. April im Werkgebäude ausgestellt. Die Öffnungszeiten werden in der «Limmatwelle» publiziert.

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1