Mit dem Wettiger Fäscht haben dieses Wochenende zahlreiche Familien und Jugendliche die Sommerferien eingeläutet. Wer dem Zuckerwattengeruch, den Schreien der Lunaparkbesucherinnen und -besucher sowie den rhythmischen Klängen gefolgt ist, fand sich – nach einem Zwischenstopp an einer der zahlreichen Festbeizen gestärkt – schnell einmal auf der Brühlwiese ein, auf der auch dieses Jahr so einige musikalische Geheimtipps aufwarteten.

Zum 20-Jahr-Jubiläum des Open Airs brachte das OK-Team am Freitag- und Samstagabend neun Bands auf die Hauptbühne, die es verstanden, Hunderte von Besuchern in Festival- und Ferienstimmung zu versetzen. «Uns war es weniger wichtig, bekannte Namen aufs Parkett zu bringen als Bands auszuwählen, die die Menge mitreissen können», erklärte Ramon Zolliker vom OK. Und gute Live-Bands hatten die Organisatoren mit Findlay (UK) und Blondage (DK) sowie Who’s Panda, Al Pride und Faber (alle CH) definitiv gefunden.

Erstere überraschten am Freitagabend mit einem explosiven Stil zwischen Garage-Rock und Electro, der lediglich die Frage aufwarf, weshalb man nicht schon früher von der aufstrebenden Band um die Sängerin Natalie Rose Findlay gehört hatte.

Schöne Dänen und Lokalhelden

Auf hohem Niveau ging es mit skandinavischem Electro-Pop von Blondage weiter. Die schönen Dänen spielten bereits Anfang dieses Jahres für ein Konzert am One-of-a-Million-Festival in Baden, wo sie die Besucher von ihrem Können und ihrer ansteckenden Live-Performance überzeugten.

Doch auch die Lokalhelden wie Who’s Panda und Al Pride aus Baden sowie Faber aus Zürich standen den internationalen Kollegen in Sachen Talent und Stimmung in nichts nach. Who’s Panda, die sich seit ihrer Geburtsstunde im Aussehen und Gebären mit selbstverständlicher Rockstarattitüde auf der Bühne bewegen, brachten neu belebten 70er-Discorock mit und die Besucher zum Tanzen.

Am Samstagabend verdankte man es dem musikalischen Können Al Prides und Fabers, dass sich trotz Wettereinbruch zahlreiche Zuhörer auf der Brühlwiese einfanden.

Auch dieses Jahr konnte das junge OK sein Gespür für grossartige Live-Bands unter Beweis stellen und bescherte mit der Hilfe zahlreicher Freiwilligen den Besuchern ein Open Air, das jetzt schon die Vorfreude aufs nächste Jahr schürt.