Zum Auftakt, als die Kleinsten um die besten Sprintzeiten spurteten, regnete es noch. Danach konnten die Besucher das Wettiger Fäscht bei Sommertemperaturen geniessen. Und es war sicherlich für alle etwas dabei – kulinarisch, kulturell und musikalisch.

Am Freitag hatte es eher weniger Leute als gewohnt, dafür belebten am Samstag noch mehr Besucher als in den letzten Jahren die Marktstände, Beizen und den Rummelplatz. Trotz den vielen Leute und den langen Partys blieb es friedlich. «Es war sehr ruhig, und auch die Polizei hatte erfreulicherweise wenig Einsätze», bilanzierte ein zufriedener OK-Präsident Hanspeter Odermatt.

Fussball-WM am Fest präsent

Die Fussball-WM war natürlich immer präsent, aber weniger als auch schon. Vielleicht, weil beliebte Teams wie die Italiener gar nicht dabei waren und grosse Teams mit vielen Fans wie Spanien, Portugal und Deutschland bereits ausgeschieden waren. Ganz zu schweigen von den Schweizern.

Für die Kleinsten war die Hüpfburg auf der Bezwiese oder die Kasperlibühne der grosse Hit. Die Jugendlichen zog es mehr vor die Bühne des Open Airs. Auch hier wurde eine breite Palette angeboten. Von der Eröffnung der Harmonie Wettingen-Kloster über die junge Band «Fil Bo Riva» bis hin zum Abschluss durch die amerikanische Band «The mystery lights», welche mit harten Klängen und dröhnenden Bässen imponierte. Wem es immer noch nicht reichte, der konnte – fast – die ganze Nacht bei verschiedenen DJs abtanzen. Besonders viel Betrieb war im serbischen Zelt und bei den Landhockeyanern von Rotweiss Wettingen. Aber auch die schönste Party hat mal ein Ende. «Die Musik wurde diszipliniert abgestellt und es gab keine Probleme wegen Nachtruhestörungen», freut sich OK-Präsident Odermatt.

Daneben gab es in vielen Zelten wieder Liveauftritte von verschiedenen Interpreten und Formationen. Auch kulinarisch hatte das Wettiger Fäscht wieder viel zu bieten. Von der traditionellen italienischen Pizza und Pasta oder Pecenje bei den Serben bis hin zur indischen Küche, welche dieses Jahr das erste Mal vertreten war. Die Abfallberge sind im Vergleich zu den letzten Festen deutlich kleiner geworden. Das System mit den Mehrwegbechern hat sich ausbezahlt. Jetzt können die Schulkinder und viele ihrer Eltern die Sommerferien geniessen und sich auf das nächste Wettiger Fäscht freuen.