Baden

Das Trafo erhält ein Bistro – im «Tresor» steht der Mittag im Fokus

Kumi Ramalingam und Catherine Schlatter im Café, das von Metall, Holz und dunklen Farben geprägt sein wird.

Kumi Ramalingam und Catherine Schlatter im Café, das von Metall, Holz und dunklen Farben geprägt sein wird.

Nächste Woche eröffnet am Badener Trafoplatz das Café-Bistro «Tresor». Die Betreiber setzen auf Schweizer Spezialitäten und Kundschaft aus den nahen Büros.

Beim Trafo im Stadtteil Baden Nord sind viele der Mitarbeiter der angrenzenden Firmen auf die dortige Gastronomie angewiesen. Trotzdem gibt es nur wenige Restaurants, die Mittagsmenüs anbieten. Mit dem Café-Bistro «Tresor» im gleichnamigen Industriegebäude wollen Inhaberin Catherine Schlatter und Gastronomieleiter Kumi Ramalingam das nun ändern.

Am 22. November werden sie direkt am Trafoplatz ihre Pforten öffnen und den Gästen unter anderem Schweizer Mittagsgerichte bieten: «Die Badener Küche ist eher Multikulti. Wir wollten etwas anderes machen, deshalb die Schweizer Spezialitäten», sagt Ramalingam.

Im «Tresor» soll es Gerichte wie Älplermagronen, Capuns, Wähen und Quiches geben. «Immer mit einem leckeren Wein dazu», so Schlatter. Neben wechselnden Mittagsmenüs soll es auch leichtes Frühstück, Sandwiches, frische Salate, Suppen und diverse Backwaren geben. Für den Abend sind kalte Platten und Tapas geplant.

«Die Küche ist auf das Mittagessen spezialisiert. Das ist in der Gegend auch das, was gefragt ist», sagt die Inhaberin. Aus dem Grund wird es auch Take-away geben, «damit die Gäste, die es eilig haben, auch etwas von unserem kleinen Bistro haben.»

Für das «kleine Bistro», wie die 50-Jährige das «Tresor» liebevoll nennt, hat sie ihren Job als Bürokauffrau aufgegeben: «Es war schon immer mein Traum, mein eigenes Café zu haben. Deswegen will ich jetzt umso mehr alles geben und 100 Prozent dabei sein.» Neben einer Servicekraft und einem Koch, will die Inhaberin selbst jeden Tag in ihrem Lokal mithelfen.

«Ich rechne mich als Arbeitskraft mit ein», sagt sie. Die Entscheidung, das Lokal zu eröffnen ist vor rund einem Jahr gefallen. Zuerst sei es nur eine Idee gewesen, die aber schnell in ein Projekt mundete. «Mir war von Anfang an klar, dass ich ein kleines Lokal am Trafo eröffnen möchte, da es hier nicht allzu viele Betriebe hat», sagt Schlatter. 

Grosse Terrasse mit Blick auf Park

Sie wohnt bereits seit 15 Jahren in der Region und hat schon immer ein Auge auf das Trafo geworfen: «Im Sommer auf dem Platz zu sitzen - das ist unglaublich schön. Ich möchte, dass meine Kunden das genauso geniessen können wie ich.» Deshalb soll das «Tresor» eine grosse Terrasse mit Blick auf den Park und die Bäume haben.

«Die Leute sollen dem Trubel entkommen, bei einer kalten Apéro-Platte gemütlich zusammensitzen und miteinander reden. Das ist in der letzten Zeit verloren gegangen», sagt Gastronomieleiter Kumi Ramalingam. Er weiss wovon er spricht, der 39-Jährige ist bereits Wirt im Badener Restaurant «Fiori Cantina».

«Er bringt die nötige Erfahrung mit und das hilft enorm», sagt Schlatter. Trotzdem soll das «Tresor» ein eigenständiger Betrieb sein. «Die beiden Lokale profitieren voneinander, vor allem von dieser Erfahrung. Aber es sind zwei verschiedene Baustellen», erklärt Ramalingam.

Seit drei Monaten ist das Lokal bereits im Umbau. Schlatter hat sich dazu entschieden, den Raum in seinen ursprünglichen Zustand zurückbauen zu lassen. Metall, Holz und dunkle Farben überwiegen im «Tresor». Sie zeigt sich zufrieden mit der Entwicklung: «Wir sind fast am Ende. Es fehlen nur noch Kleinigkeiten und ich liebe es jetzt schon. Das ist meine Schatzkiste.»

Trotzdem möchte sie nicht allzu siegesgewiss in Richtung Zukunft schauen: «Wir bringen viel Geduld mit, wir wissen, dass es nicht leicht wird. So etwas geht nicht von heute auf morgen.» Deshalb wollen die beiden das Café auch vor Weihnachten eröffnen. «Wir wollen langsam anfangen, damit wir im Frühling, bei gutem Wetter, durchstarten können», so Ramalingam.

Zuerst steht nun aber die Eröffnung an. Am Freitag, 22. November, wird das Café ab 16 Uhr drei Stunden lang für geladene, aber auch spontane Gäste geöffnet sein. «Ich freue mich sehr, bin aber mindestens genauso nervös», so Schlatter. Um sich die Nervosität zu nehmen, plant sie vorab ein Essen für sich und ihre Freunde: «Das ist so etwas wie eine Generalprobe. Danach geht es richtig los.»

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