Erneut trafen sich dieses Jahr gegen 1000 Gäste der Schweizer Energie- und ICT-Branche (Informations- und Kommunikationstechnologie) in der ausverkauften Umweltarena Spreitenbach.

Vor zwei Jahren wagte die Aargauer Ständerätin Pascale Bruderer eine Prognose: «Die Smart Energy Party wird zum Kultanlass der Schweizer Energie- und ICT-Branche.» Sie behielt recht: Wie immer sah man viele bekannte Gesichter aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung, Medien und Verbänden, sehr gut vertreten auch die eidgenössische und kantonale Politik, darunter 20 National- und Ständeräte.

Die Willkommensgrüsse überbrachte die Geschäftsführerin der Limmatstadt AG, Jasmina Ritz. Der Initiant des Anlasses, Kurt Lüscher, CEO von Energie 360°, verdeutlichte die Bedeutung der Digitalisierungswelle und zeigte an konkreten Beispielen den Fortschritt smarter Energieanwendungen wie etwa dem energieautarken Mehrfamilienhaus ohne Stromanschluss in Brütten.

Extremfotografie: Anseilen, bitte!

Dann durfte man über die spektakulären Bilder des Bergsteigers und Fotografen Robert Bösch staunen, der zudem einige Geheimnisse lüftete, wie Extremfotografie zustande kommt. Schwindelfrei oder nicht: Es lohnte sich, sich anzuseilen! Anschliessend hielt der bekannte Philosoph und Publizist Ludwig Hasler den Teilnehmern auf vergnügliche Weise den Spiegel vors Gesicht. Sein Thema «Sind wir smart genug für die smarte Energie?» beleuchtete er mit viel Tiefgang. Smart Energy Party sei toll, aber wie sind wir selber energetisch drauf, reicht es für eine rosige Zukunft?

Zum rhetorischen Dessert dann die Aargauer Bundesrätin Doris Leuthard. Die Energie- und Kommunikationsministerin vertrat die Energiestrategie der Landesregierung bei ihrem geografischen als auch politischen Heimspiel gewohnt dossierfest und schwungvoll.

Und schliesslich nutzten die Teilnehmer ausgiebig die Gelegenheit dieser Networking-Veranstaltung in der Energy Lounge, die man früher Biergarten nannte, um mit Leuten in Kontakt zu kommen, die man noch nie traf oder schon lange wieder einmal sehen wollte. Gerüchteweise war zu vernehmen, dass sich die letzten Gäste gegen Mitternacht verabschiedeten. (SAS)