Baden

Das One-of-a-Million-Festival feiert Besucherrekord

Das grosse Indoorfestival organisierte mehr Konzerte als je zuvor – mit Erfolg.

Das 7. One-of-a-Million-Festival (OOAM) ist vorbei. Schon jetzt ist klar, so viele Besucher gab es noch nie: Mehr als 3800 Musikfans lockte das Indoorfestival in die Bäderstadt. «Wir sind total zufrieden», sagt Nina Hodel, Kommunikationsleiterin des OOAM. Acht Tage lang verwandelten 51 Acts die Stadt in eine grosse Musikbühne. Dabei wurden 17 verschiedene Lokale bespielt.

Dass es dieses Jahr zu einem Besucherrekord gekommen ist, liegt laut Hodel wohl am dichten Programm: Gesamthaft wurden 56 Konzerte durchgeführt. So traten unter der Woche jeden Abend bis zu vier verschiedene Bands auf. «Auch war das Programm sehr abwechslungsreich», sagt Hodel. Vom Rap-Gesang des amerikanischen Musikers Astronautalis über die rockigen Gitarrenriffs der belgischen Band Raktekanon bis zu den elektronischen Tönen der Londoner Indie Band Mt Wolf präsentierte das Festival eine breite musikalische Palette. «Man konnte dieses Jahr auch viele neue Bands entdecken, das kam sehr gut an bei den Besuchern.» Auf besonderen Anklang stiessen die täglichen Konzerte im Club Joy. Dort traten vorwiegend junge, noch unbekannte Schweizer Musiker auf. «Die Idee war es, dass das Festival eine musikalische Entdeckungsreise wird: Das hat funktioniert», so Hodel. So durfte der eine oder andere Besucher eine musikalische Neuentdeckung machen.

Zum ersten Mal kam es im Rahmen des Festivals auch zu einer Kunstausstellung. Der Schweizer Künstler Thomas Kuratli alias Pyrit präsentierte im Museum Langmatt seine audiovisuelle Installation und lockte damit an nur einem Nachmittag rund 140 interessierte Besucher an.

Rückblick: One Of A Million Musikfestival 2016

Rückblick: One Of A Million Musikfestival 2016

Kein Fleisch und kein Abfall

Das neue Konzept – ein CO2-neutrales Festival – stiess auf gute Rückmeldungen. So kamen an fast allen Konzert-Bars Mehrwegtrinkbecher zum Einsatz. «Das System war sehr erfolgreich, es wurde fast kein Abfall produziert», sagt Hodel. Zudem wurde bei der Verpflegung auf Fleisch verzichtet und es kamen nur Produkte aus biologischem Anbau auf den Teller. Weder Helfer noch Künstler beschwerten sich darüber. Auch für die Besucher gab es im Zirkuswagen vor dem Festivalzentrum, der Stanzerei, nur fleischlose Suppen und Sandwiches. Auch hier stiess das vegetarische Essen auf Begeisterung. «Bisher haben immer Cateringfirmen für das Essen gesorgt. Dieses Jahr haben wir das zum ersten Mal selber organisiert», so Hodel. Es sei deshalb doppelt erfreulich, dass das Essen so beliebt war.

Pannen und grössere Missgeschicke habe es keine gegeben. Dies liege am gut aufgestellten Team. Hodel: «Wir sind super eingespielt und konnten alle kleineren Probleme sofort beheben.»

Meistgesehen

Artboard 1