Es gibt heute schon Karten von zum Beispiel Google oder von der Landestopografie, auf denen man Städte und Ortschaften dreidimensional betrachten kann. Doch das neuste 3D-Stadtmodell, das die Firma geoProRegio AG mit Sitz in Baden in Zusammenarbeit mit Fachpartnern realisiert hat, toppt alles.

«Die digitale Kombination verschiedener Datenquellen lässt 3D-Bilder in einer nie da gewesenen Abbildungsgenauigkeit und Darstellungsqualität entstehen», sagt Lukas Merz, der massgeblichen Anteil an der Realisierung des Projekts hat. «Landschaften und Gebäude bis hin zu Fassadendetails können sichtbar gemacht werden.»

Das 3D-Stadtmodell öffne für Planer, Architekten und Behörden als Informationsquelle, aber auch als Grundlage für kommunale Projekte völlig neue Anwendungsbereiche, ist Merz überzeugt. «So lassen sich dank des 3D-Modells etwa die Auswirkungen wie etwa Schattenwurf oder Einpassung ins Gesamtbild eines Projekts viel besser visualisieren.»

Im Prototyp wurden auf der Grundlage von 3D-Gebäude-Daten des Bundesamts für Landestopografie die Baukörper an die Genauigkeit der amtlichen Vermessung dreidimensional angepasst. «Anschliessend erfolgte eine Texturierung der Oberfläche aus einer Mischung von Luftbildern und, wo verfügbar, den hochaufgelösten Aufnahmen der Inovitas AG, Baden, die für die Strassenraumerfassung 2016/2017 entstanden sind», erklärt Merz. Ein weiterer Vorteil des 3D-Modells: Die Daten gehören den Entwicklern und können von diesen somit auch ohne Rückfrage verwaltet und weitergenutzt werden.

Nebst Planern, Architekten und Behörden soll dereinst auch die breite Bevölkerung in den Genuss des 3D-Modells kommen, das es so in der Schweiz sonst noch nicht gibt.

Die geoProRegio AG mit Sitz in Baden beruht auf einer Initiative von fünf Aargauer Stadtwerken und bietet vernetzte Geodienste über das Portal www.geoproregio.ch.