Noch 21 Tage, dann steigt das grosse, viertägige Fest «200 Jahre Ennetbaden». Vom 5. bis 8. September werden 200 Jahre Unabhängigkeit von Baden gefeiert (siehe Box). Seit Tagen wecken diverse Festplakate die Vorfreude. Doch ansonsten verrät noch nicht viel, dass hier am Limmatknie bald 30 Vereine und Gruppierungen mit ihren Restaurants, Beizen und Essständen sowohl kulinarisch wie auch kulturell einiges bieten werden. Dominik Andreatta, stellvertretender Gemeindeschreiber und Gesamtkoordinator des Fests, verrät aber: «Wir liegen voll im Fahrplan, und soweit ich das beurteilen kann, liegen auch die Vereine auf Kurs.»

Das Festgebiet wird sich vom Parkhausdach über den Postplatz und anschliessend der Badstrasse entlang bis zum Lindenplatz erstrecken. Nebst dem offiziellen Festprogramm (siehe Bildergalerie) ist jeder Verein angehalten, ebenfalls Kulturelles auf die Beine zu stellen. Doch nicht nur auf die kulturelle Vielfalt freut sich Andreatta, sondern insbesondere auch auf das kulinarische Angebot. «Die Besucher werden in den Genuss einer äusserst reichhaltigen kulinarischen Palette kommen. Wir mussten am Ende schon fast dafür kämpfen, den Besuchern auch einen normalen Wurststand anbieten zu können», sagt er mit einem Lachen.

Im Gegensatz etwa zu einer Badenfahrt wird das Ennetbadener Fest – mit Ausnahme des Festspiels – für die Besucher gratis sein. «Das ist quasi ein Geschenk Ennetbadens an die ganze Region», so Andreatta. Zudem wolle man so möglichst viele Besucher ans Fest locken. «Davon profitieren letztlich die Vereine, die einen nicht unerheblichen Aufwand auf sich nehmen.»

Dass viele Festbesucher auch Lärm und Abfall mit sich bringen, versteht sich von selbst. «Umso dankbarer sind wir für das Entgegenkommen und die Bereitschaft der Anwohner», sagt Andreatta. Umgekehrt werden die Organisatoren alles daransetzen, die Nachtruhe durchzusetzen. Am Donnerstag dauert das Fest bis Mitternacht, Samstag- und Sonntagmorgen ist um 4 Uhr Schluss. Einzig in der «Zuflucht» im Tunnelzwischenraum darf bis 6 Uhr morgens getanzt und gefeiert werden. «Damit können wir die Nachtruhe noch besser gewährleisten.» Um den Abfall möglichst klein zu halten, dürfen die Vereine – wie etwa auch an der Badenfahrt oder dem Wettiger Fäscht – nur Recycling-Becher gegen Depot (2 Franken) herausgeben. Zudem kommen mit «Kompotoi» umweltfreundliche und geruchsfreie WC-Anlagen zum Einsatz.

Schon das fünfte Fest innerhalb der letzten 13 Jahren

Dominik Andreatta rät allen Festbesuchern dringend, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln respektive zu Fuss ans Fest zu kommen. «Das Festgebiet ist in nur zehn Minuten vom Bahnhof Baden aus zu Fuss erreichbar.» Zudem gewährleiste ein Festfahrplan Busverbindungen bis morgens um 4 Uhr, und auf dem Ennetbadener Schulhausplatz werde extra ein Taxistand errichtet.

Ennetbaden ist festerprobt: Nach 2006 (Tunnelfest), 2011 (Schul- und Dorffest), 2015 (Eröffnung Postplatz) und 2017 (Eröffnung Badstrasse) steht nun also der nächste Anlass an. Das Budget für die Jubiläumsfeierlichkeiten beträgt 300'000 Franken; diesen Kredit hat die Gemeindeversammlung vor zwei Jahren gutgeheissen. «Unter dem Strich wird uns das Fest aber weniger kosten, da wir noch Gelder aus dem Fonds für kulturelle Projekte entnehmen konnten, die Festbetriebe noch Pauschal- und Umsatzabgaben zahlen werden und wir nicht zuletzt dank grosszügigen Sponsoren und mit den ‹Walk of Fame›-Pflastersteinen an der Badstrasse einen schönen Erlös erzielen konnten», erklärt Dominik Andreatta. Alles ist also bereit für den grossen Höhepunkt des Jubiläumsjahres. «Jetzt hoffen wir nur noch, dass sich der Sommer dieses Jahr nicht zu früh verabschiedet», blickt Andreatta voraus.