Baden

Darum wird die Steinskulptur umplatziert

Die Steinskulptur von Bildhauer Albert Schilling muss umziehen.

Die Steinskulptur von Bildhauer Albert Schilling muss umziehen.

Das Werk von Albert Schilling bei der Bezirksschule Baden hat einen neuen Standort gefunden.

Lange Zeit stand eine archaisch wirkende Steinskulptur des verstorbenen Zürcher Bildhauers Albert Schilling beim Aufgang zur Bezirksschule in Baden. Wegen den Bauarbeiten auf dem Schulareal Burghalde musste sie jedoch entfernt werden. Seither wird sie im Werkhof Wettingen zwischengelagert.

Nun ist bekannt: Die Stadt Baden hat die Skulptur der Stiftung Kulturweg Baden-Wettingen-Neuenhof geschenkt, die es sich zum Auftrag gemacht hat, im Bereich des Kulturwegs zeitgenössische Kunst der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

«Die Stadt Baden ist ein Teil des Kulturwegs, weshalb es naheliegend war, die Skulptur an die Stiftung zu verschenken», erklärt der Badener Stadtrat und Kulturvorsteher Erich Obrist (parteilos), der auch Stiftungsratsmitglied des Kulturwegs ist. Nach einer Evaluation fand die Stiftung einen neuen Platz: «Es handelt sich hier um ein grosses Objekt und es war nicht ganz einfach, einen geeigneten Ort dafür zu finden», so Obrist. Der Entscheid fiel auf den früheren Standort der Plastik «Ciel-Terre-Ciel» von Gianfredo Camesi. Die Plastik musste aber zwischenzeitlich entfernt werden – aus Sicherheitsgründen: «Das Glas war sehr heikel und ging oft kaputt», sagt Architekt Franco Pinazza dazu, der ebenfalls Stiftungsratsmitglied des Kulturwegs ist.

Gefährliche Kunstwerke

Bei Kunst im öffentlichen Raum ginge es immer wieder auch um Sicherheits- und Versicherungsfragen, sagt Pinazza. Deshalb bliebe als Vorsichtsmassnahme manchmal nichts anderes übrig, als eine Skulptur entweder gänzlich zu entfernen oder sie an einem Ort aufzustellen, an dem keine Gefahr besteht, dass sich jemand daran verletzen könnte.

So passiert es laut Pinazza aktuell beim Kunstwerk des Lenzburger Bildhauers Peter Hächler, das beim Schulhaus Pfaffechappe in Baden platziert ist. Nach mehreren Klagen von Eltern und Lehrern wird für sie ebenfalls ein neuer Standort gesucht. Um eine Skulptur aber neu platzieren zu können, braucht es ein Baugesuch in der Gemeinde des neuen Standorts. Dieses bereitet die Stiftung Kulturweg für das Kunstwerk von Hächler gerade vor. Dasjenige für die Steinskulptur von Albert Schilling liegt bereits auf und ist noch bis 14. Januar auf der Gemeinde Wettingen öffentlich einsehbar.

1981 hatte Albert Schilling die Steinskulptur für den Standort bei der Burghalde entworfen. Dieser inspirierte ihn zu seinem Werk, stiess aber bei Lehrern wie auch Schülern auf grosse Kritik. Dies sei auch an der unbefriedigenden Platzierung gelegen, ist der Aargauer Zeitung vom 5. September 2005 zu entnehmen.

Wenn gegen das Baugesuch keine Einsprachen eingehen, wird die Steinskulptur voraussichtlich im Frühling am neuen Ort in der Nähe der Bezirksschule Wettingen zu betrachten sein — und diese Platzierung diesmal besser passen.

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