Die Stadt Baden startet eine Kampagne zur Sensibilisierung für ein einvernehmliches Miteinander im öffentlichen Raum. Im Fokus stehen dabei Massnahmen zur Verhinderung von Lärm, Littering sowie Sachbeschädigung. Als eine der Massnahmen patrouilliert seit Freitag die «City Patrol Baden» jedes Wochenende durch die Stadt. Das Security-Personal ist von Freitag bis Sonntag jeweils nachts zwischen 22.30 Uhr und 4.30 Uhr durch zwei Gruppen mit je vier Sicherheitsleuten im Einsatz. Ihre Aufgaben bestünden darin, als Botschafter den Kontakt zur Bevölkerung zu suchen, sagt Hermann Blaser, der stellvertretende Polizeikommandant der Stadt Baden: «Die ‹City Patrol Baden› ist dazu da, im Dialog die Bevölkerung für Littering und Lärm zu sensibilisieren und aufzuklären. Zudem sorgt sie auch für Deeskalation oder verständigt im Extremfall die Stadtpolizei.»

Die Kontrollgänge werden durch den Sicherheitsdienst SGD speye GmbH aus Berikon durchgeführt. Die «City Patrol Baden» ist direkt der Stadtpolizei Baden unterstellt. Ihr Einsatz dauert voraussichtlich bis Mitte Herbst. «Zu den heikleren Gebieten gehören Orte, wo sich Menschengruppen im Freien aufhalten können. Dazu zählen der Park, allgemein grössere Plätze sowie der Bahnhof und Umgebung», sagt Blaser. Das Einsatzgebiet umfasse aber grundsätzlich die gesamte Stadt. Falls es im Dialog mit Personen heikel werde, sei das Security-Team darauf eingestellt: «Das Sicherheitspersonal ist sehr erfahren. Auch im Umgang mit alkoholisierten Partybesuchern wissen sie, wie zu reagieren ist.»

Die Sensibilisierungskampagne der Stadt wurde auch durch Aufklärung der Interessensgemeinschaft für eine saubere Umwelt IGSU und eine Plakataktion gegen Lärmbelästigung in der Nacht unterstützt. Weiter wird zum Thema Littering im Rahmen der Umweltwochen der Stadtökologie vom 11. Juni bis Ende Monat der gesammelte Abfall aus dem öffentlichen Raum auf dem Schlossbergplatz präsentiert.