Region Baden

Busse nach Radverlust aufgerüstet – mit Klammern werden die Schrauben fixiert

Zwar ist selbst nach intensiven Untersuchungen die Ursache für den Radverlust eines Busses immer noch unbekannt, doch man führte trotzdem vorsorglich eine Sicherheitsmassnahmen ein: Neu fixieren Klammern die Schraubenmuttern an den Busrädern.

An einem Samstagabend vor etwas mehr als einem Monat verlor ein Gelenkbus der Regionalen Verkehrsbetriebe Baden-Wettingen (RVBW) in Nussbaumen hinten links das äussere der beiden Doppelräder. Das 95 Kilogramm schwere Rad rollte auf die Gegenfahrbahn und prallte dort mit einem Auto zusammen. Eine Mitfahrerin im Personenwagen klagte danach über Schmerzen am Arm; die Ambulanz brachte sie zur Untersuchung ins Spital.

Im Bus befanden sich 15 Passagiere, sie blieben ebenso wie der Chauffeur unverletzt. In einer ersten Stellungnahme sagte RVBW-Direktor Stefan Kalt: «Es gibt bis zum jetzigen Zeitpunkt keine Erklärung dafür, warum sich das Rad gelöst hat.»

Klammern fixieren Schrauben

In den ersten Stunden und Tagen nach dem Unfall seien sämtliche Räder auf der Antriebsachse überprüft worden, eine Woche später fand eine erneute Kontrolle statt. Als Sofortmassnahme wurden Blechscheiben auf den Antriebsachsen montiert, die einen erneuten Radverlust verunmöglichten. «Als definitive Lösung haben wir uns nun für Klammern entschieden, welche die Schraubenmuttern fixieren.» Diese Sicherheitsmassnahmen wurden an den Rädern aller RVBW-Busse ergriffen. Kosten: rund 15 000 Franken.

Nach intensiven internen Untersuchungen ist der Grund für den Radverlust noch immer unbekannt. Tatsache sei, dass sich Schrauben gelöst hatten, sagt Stefan Kalt. Drei mögliche Ursachen kommen infrage: «Erstens, dass ein Bolzen nachgegeben hatte, zweitens Rost, oder drittens, dass sich eine Schraubenmutter wegen der Vibrationen beziehungsweise Erschütterungen löste und danach die Schraube abfiel.»

Stefan Kalt: «Ich habe nach dem Vorfall mit Direktoren vieler anderer Busbetriebe in der Schweiz Kontakt aufgenommen. Auch wenn es nicht passieren sollte – fast überall kam es schon vor, dass Fahrzeuge Räder verloren haben.» Wichtig sei aus Sicht der RVBW die Erkenntnis, dass ein technischer Defekt die Ursache des Unfalls war und kein grundsätzlicher Prozessfehler in der Werkstatt. Die Kantonspolizei sei vor Ort gewesen und zum Schluss gekommen, dass bei den Prozessen des Radwechsels alles korrekt ablaufe.

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