Obersiggenthal

Buslinie über den Hertenstein zu teuer

Postauto im Aargau.

Postauto im Aargau.

Die mittels Petition gewünschte Buslinie von Freienwil über Nussbaumen nach Baden kommt nicht. Der Kanton unterstützt auch keinen Testbetrieb.

Die Enttäuschung bei den rund 1000 Unterzeichnern aus Freienwil und Obersiggenthal ist zweifellos gross. Ihre Petition für eine Postautolinie, die von Freienwil über den Hertenstein und Nussbaumen nach Baden führen sollte, wird nicht einmal vor die Gemeindeversammlung respektive den Einwohnerrat Obersiggenthal gelangen. Die Petition wurde im September 2014 eingereicht.

Mit diesem Entscheid bleibt der mittlerweile auf 135 Einwohnerinnen und Einwohner gewachsene Weiler Hertenstein weiterhin unerschlossen durch den öffentlichen Verkehr.

Eine Arbeitsgruppe, in der auch die Petitionäre vertreten waren, hatte zusammen mit der Abteilung Verkehr des Kantons und der Postauto Aargau mehrere Varianten geprüft. Je nach Taktdichte und Anzahl Verbindungen müsste man mit Kosten von 190 000 bis 330 000 Franken pro Jahr rechnen. Und diese müssten die Gemeinden alleine tragen. Für sie wäre die finanzielle Belastung zu hoch, teilen die beiden Gemeinden mit. Der Kanton sei nämlich nicht bereit, einen Testbetrieb zu unterstützen. Dort beurteilt man das Nachfragepotenzial eher als gering. Zudem seien die beiden Gemeinden bereits sehr gut mit dem öffentlichen Verkehr erschlossen, heisst es vonseiten des Kantons.

Jetzt in die «Oase» einbetten

Inzwischen ist klar, dass sich die finanzielle Situation insbesondere in Obersiggenthal, aber auch in Freienwil verschlechtert hat. Das ist laut Gemeinderat Obersiggenthal die eine Schwierigkeit. Die andere sei, dass man den Kanton nicht davon habe überzeugen können, dass eine Bus-Verbindung von Freienwil nach Obersiggenthal zur Entschärfung der Verkehrssituation hätte beitragen können. Ob diese Leistung dann von den RVBW oder der Postauto Schweiz AG erbracht würde, wäre aus Sicht beider Gemeinden Nebensache.

Angesichts des steigenden Pendlerverkehrs wäre es im Sinne der Petitionäre und der beiden Gemeinden, wenn man nun alles daransetzen würde, dass diese Postautolinie ins kantonale Projekt Ostaargauer Strassenentwicklung (Oase) eingebracht und dort verankert werden kann.

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