Die Wettbewerbsaufgabe für die Neugestaltung des Brown-Boveri-Platzes war sehr komplex. Mit der Lösung wurde ein innenstädtischer Platz mit hoher Aufenthaltsqualität gesucht. Gleichzeitig war ein hoher Nutzungswert für verschiedene gesellschaftliche Anlässe gefragt. Die Stadt stuft den Brown-Boveri-Platz im Gegensatz zum Trafo-Platz als idealen Ort für grosse Veranstaltungen wie Open-Air-Anlässe ein.

Darüber hinaus soll die neue Gestaltung der Bedeutung des Brown-Boveri-Platzes als Eingangspforte zu einem modernen Stadtteil gerecht werden. Zudem befindet sich der Platz auf der Achse, die vom Bahnhof her zu den Arbeitsplätzen in Baden Nord führt und damit täglich von Hunderten von Menschen begangen wird. Der Zugang für Fussgänger und Velofahrer soll via neu zu erstellende Passerelle über die Haselstrasse führen. Nebst dem Siegerprojekt hat der Wettbewerb einige interessante Lösungen zutage gefördert.

Portier 1 heisst der Eingangsbereich des alten Industrieareals. Von einem Platz ist kaum zu sprechen. Die Fläche ist ziemlich unstrukturiert mit Parkplätzen, Baumgruppen, Rasenfläche und Kleingebäuden überstellt. Der Platz wird seiner Funktion oder vielmehr Reputation als Entree zum neuen Stadtquartier Baden Nord in keiner Weise gerecht. Das soll sich aber ändern.

Vergangene Woche wurden die Wettbewerbsarbeiten präsentiert. Die rangierten Arbeiten entsprechen den räumlichen Vorgaben. Darüber hinaus hat es interessante (nicht rangierte Eingaben mit überraschenden Ansätzen. Einige sind auf dieser Seite abgebildet, nebst rangierten.

Baden Nord, ehemals «verbotene Stadt» und Industrieareal der Brown Boveri und Companie, heute das neue Stadtquartier, steht in der Endphase der Umgestaltung. Aus dem Industriegebiet ist ein Dienstleistungs-, Wohn- und Freizeitquartier geworden. Mit dem Bau zweier Bürohochhäuser entlang der Bahnlinie wird die Entwicklung fortgesetzt.

Der Brown-Boveri-Platz war schon immer Zugang zu diesem Quartier und wird es bleiben. Wenn die Kleinbauten entfernt sind, zeigt der Platz seine respektable Grösse. Im Zuge einer nächsten Etappe wird er nun durch die Stadt neu gestaltet. Vorgängig wird darunter ein neues Parkhaus gebaut, erschlossen via Trafo-Parkhaus, mit gegen 500 Parkplätzen.

Der Brown-Boveri-Platz wird wie alle andern Freiräume des ABB-Areals in den Besitz der Stadt wechseln. Sie hat sich über die künftige Nutzung des neu gestalteten Platzes Gedanken gemacht. Der Brown-Boveri-Platz bleibt Durchgangsplatz und Entree in einem und soll zugleich ein städtischer Event-Platz werden. Insgesamt werden an ihn einige sehr unterschiedliche Anforderungen gestellt. Die Querung der Haselstrasse wird über eine Passerelle sichergestellt, die neu erstellt werden müsste.