«Hätten Sie uns vor 25 Jahren gesagt, dass wir heute immer noch hier stehen würden, hätte ich Ihnen gesagt, Sie sind verrückt», mit diesen Worten begrüsste Susanne Slavicek vom «Bluus Club Baden» das Publikum. Am Donnerstag feierte der Verein nicht nur Saisoneröffnung, sondern auch sein 25-Jahr-Jubiläum. Zu diesem Anlass liessen sich die Veranstalter etwas Besonderes einfallen. Ein Crossover sollte es geben – «BluesMeetsClassics».

Es begann mit diesen ruhigen, langgezogenen Klängen aus dem Cello. Leise, stimmungsvoll. Dann, nach ein, zwei Takten stimmte der erste Violinist mit ein. Er zupfte eine einzelne Saite an seinem Instrument. Es folgten die Klänge von zwei weiteren Geigen. Harmonisch, stimmig. Schliesslich brachten die E-Gitarre, das Schlagzeug und das E-Piano die ersten schrägen Töne hinein. Ein gewaltiger Kontrast. Bald liess sich der Zuhörer tragen von den barocken Klängen der Violinen und bald liess er sich überraschen von den Improvisationen des Blues.

Zehn Berufsmusiker

«BluesMeetsClassics ist wohl das Ungewöhnlichste, was wir je auf unserer Bühne hatten», sagte Organisatorin Slavicek. Das Projekt entstand aus der Zusammenarbeit mit zehn Berufsmusikern: Die einen gehören zum festen Ensemble des Argovia Philharmonic, die anderen zur international bekannten Blues-Band von Richard Koechli. «Der Blues lebt von den magischen Momenten, die auf der Bühne spontan entstehen», sagte Koechli: «Der Blueser will nichts verpassen. Er will improvisieren.» Koechli dürfte vielen bekannt sein als Songwriter zum Film «Dr Goalie bin ig» aus dem Jahr 2014.