Von Weitem hörte man die Musik des Gugge-Umzugs, der von den kleinsten Musikern angeführt wurde. Der Dirigent trug eine riesige Teufelsmaske, passend zum diesjährigen Motto «tüflisch guet» haben sich alle als rote Teufel verkleidet. Die Zuschauer empfingen die «Bräusi-Vögel» schon auf der Strasse und liefen mit ihnen zur Turnhalle Boostock.

Nach ein paar Stücken gab es einen kleinen Sketch von zwei «Bräusi-Vögeln» und der Gemeinderat bestehend aus Valentin Schmid, Stefan Nipp, Monika Zeindler und Doris Schmid musste vortreten. Die Vortragenden brachten kleine Anekdoten aus dem politischen Leben der Gemeinderäte, aber erwähnten auch andere Ereignisse aus der Politik, die das Volk in letzten Monaten beschäftigt hatte: So blieben auch Witze über Geri Müllers Nackt-Selfies oder die Petition einer Fricker Veganerin gegen das Läuten der Kirchenglocken nicht aus. Zum Abschluss wussten die Guggenmusiker ihre Witze zu rechtfertigen: «Ein bisschen Satire zur Fasnacht muss sein!» Zur Unterstreichung entfaltete er ein kleines Plakat auf dem «Je suis Bräusi» stand.

Bis Aschermittwoch sei die Regierung nun abgeschafft, rief er und als Zeichen dafür wurden die Gemeinderäte mit Konfetti bestreut. Die kleinsten Mitglieder der «Bräusi-Vögel» waren nach dem Umzug sehr müde. Der 4-jährige Laurin zählt neben einem 3-jährigen Mädchen zu den Jüngsten. Sein Vater, ebenfalls Mitglied der «Bräusi-Vögel», ist Laurins grösstes Vorbild. «Er fand die Guggenmusik schon immer cool und sein Traum war es, selber in der Gugge dabei zu sein», erklärt seine Mutter. Dieser grosse Wunsch ging für Laurin nun in Erfüllung. Nach dem Auftritt wärmte der 4-Jährige sich am Feuer – denn Teufel haben’s gerne heiss.