Spreitenbach

Bis Ende Mai kann man noch in der Waldhütte feiern

Die neue Waldhütte in Spreitenbach soll dereinst genauso aussehen wie die alte – nur moderner.Bild: Barbara Scherer (8. Juli 2018)

Die neue Waldhütte in Spreitenbach soll dereinst genauso aussehen wie die alte – nur moderner.Bild: Barbara Scherer (8. Juli 2018)

Die Spreitenbacher Hütte wird abgerissen und neu gebaut. Da es keine Einsprachen gab, soll es bald an die detaillierte Planung gehen.

In Spreitenbach soll die 50 Jahre alte Waldhütte abgerissen und neu gebaut werden. Nach ergiebigen Niederschlägen in den letzten Jahrzehnten hat sich die Waldhütte um mindestens 20 Zentimeter seitlich abgesenkt. Der Kredit von 690 000 Franken für den Umbau wurde bereits im November letztes Jahr an der Gemeindeversammlung gutgeheissen. Das Baugesuch lag bereits auf, Einsprachen gab es keine. «Es ist kein Projekt, bei dem man mit vielen Einsprachen rechnen musste», sagt André Wenzinger von der Spreitenbacher Bauverwaltung.

Es handle sich hierbei nicht um einen typischen Neubau: «Das Endprojekt wird dem alten sehr ähneln. Die Hütte wird lediglich moderner.» Diese Modernisierung sei dringend nötig, da die Waldhütte eine erhebliche Schräge aufweise. «Wenn man heute reingeht, ist die Türe tiefer als der Raum, man muss also immer bergauf laufen», erklärt Wenzinger. Das sei bereits seit den 90er-Jahren ein Problem, «doch wir haben das bis dato toleriert». Jetzt sei der Moment gekommen, die Hütte umzubauen.

Verschiedene Standorte standen zur Auswahl

«Die Situation ist nicht verheerend, aber trotzdem muss das behoben werden. Das ist die langfristig beste Entscheidung», sagt der stellvertretende Bauverwalter. Die Hütte ist 1969 gebaut worden und heute noch auf dem gleichen Isolationsstand wie damals. Die Gebäudestruktur sei zu schlecht, um diese «nur» zu sanieren: «Es muss wirklich Ersatz her.» Nach Abklärung der verschiedenen Möglichkeiten habe sich ein Teilabbruch mit einem Ersatzbau als beste Variante erwiesen.

Die Waldhütte wird am bestehenden Standort bis zum Untergeschoss abgebrochen und eine Pfählung rund um die bestehende Forstgarage erstellt. «Das geht in den Fels runter, damit es nicht mehr rutschen kann», sagt Wenzinger. Bevor der Entscheid zum Neubau gefällt wurde, habe die Bauverwaltung verschiedene Standorte geprüft. «Obwohl bei dem bestehenden Ort eine Rutschgefahr besteht, ist es doch der beste Ort», sagt Wenzinger.

Zur Auswahl standen ein komplett neuer Standort und eine Variante, die bedeuten würde, die Hütte zehn Meter zu verschieben. Beides sei nicht infrage gekommen, weil die Kosten höher gewesen wären als die jetzt eingeplanten 690 000 Franken. «Bei der ersten Variante hätten wir bei null anfangen müssen, ohne Strom und Wasser. Ausserdem wäre es ziemlich schwierig gewesen, die kantonale Bewilligung zu bekommen.»

Liegt Baubewilligung bereits in zwei Monaten vor?

Eine Baustelle ausserhalb der Bauzone, speziell im Wald, ist kantonales Hoheitsgebiet, weshalb das Baubewilligungsverfahren nun parallel bei der kantonalen Stelle läuft. «Wir hoffen, dass uns in den nächsten zwei bis drei Monaten die Baubewilligung erteilt wird.» Sollte das der Fall sein, sei eine detaillierte Planung der nächste Schritt. Bis jetzt ist nur das Aussehen der Hütte geplant.

Im Juni 2020 soll dann mit dem Bau der neuen Waldhütte begonnen werden. Dieser wird voraussichtlich acht Monate, bis Februar 2021, dauern. «Es ist zwar ein kleiner Bau, aber trotzdem müssen wir mit diesem Zeitraum rechnen, da es keine einfache Hütte wird.» Die jetzige Hütte sei eine Blockhütte, das neue Projekt hingegen ein Holzbau mit Brettern, «das geht schon in Richtung eines Einfamilienhauses, was die Arbeit anbelangt.»

Grillfeste, Geburtstage oder ein einfaches Zusammenkommen – die Waldhütte wird regelmässig genutzt. «Deshalb ist der Bau für die ganze Gemeinde wichtig», sagt der stellvertretende Bauverwalter. Es sollen weiterhin 40 Sitzplätze zur Verfügung stehen, auch ein behindertengerechtes WC ist geplant. Laut Wenzinger ist die Hütte momentan weiterhin zugänglich: «Alles ist funktionstauglich. Wer dort feiern möchte, hat noch bis Ende Mai 2020 Zeit.»

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