„Die Windstärken müssen enorm gewesen sein", so Peter Muntwyler, Revierförster Heitersberg, „ähnlich wie beim Orkan Lothar ist eine rund 100 Meter lange Schneise im Wald entstanden." Die Stromversorgung der Gemeinden Bergdietikon und Widen war in der Nacht auf den 13. Juli 2011 ab ca. 1 Uhr 15 während einer Stunde unterbrochen. In Mitleidenschaft gezogen wurden insgesamt drei Masten und vier Hochspannungsleitungen.

Laut Aussagen von Andreas Pock, Leiter Betrieb Regionalzentrum Bremgarten der AEW Energie AG, konnten die betroffenen Gemeinden durch Netzumschaltungen wieder an die Stromversorgung angeschlossen werden. 13 Stunden lang waren Andreas Pock und sein Team wegen der defekten Hochspannungsleitung im Einsatz. Bis jedoch die Funktionstüchtigkeit des umgestürzten Stormmastens sowie der defekten Hochspannungsleitungen wieder vollkommen hergestellt ist, wird es mehrere Monate andauern. „Es muss mit einem Sachschaden in der Höhe von bis zu 150`000 Franken gerechnet werden", so die weiteren Informationen durch die Verantwortlichen der AEW Energie AG.

„Trotz halbjährlichen Kontrollgängen können solchen Unwetterschäden leider nicht verhindert werden. Der seitliche Druck durch die umgestürzten Bäume brachte den massiven Betonmast zu Fall", erklärte Christian Flury, Teamleiter Leitungsbau Aarau der AEW Energie AG.

Bis die Aufräumarbeiten abgeschlossen sind, wird aus Sicherheitsgründen empfohlen, den beschädigten Waldabschnitt nicht zu betreten. Die Gefahr durch umstürzende Bäume besteht weiterhin.

Menschen kamen bei dem Vorfall nicht zu Schaden. Blickt man sich jedoch in der Umgebung um, so erkennt man das weitere Ausmass des Sturms. Einen traurigen Anblick bieten die benachbarten Familiengärten, welche unter den Ästen begraben wurden. Den Besitzern der Gärten steht die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben: „Die ganze Arbeit war umsonst. Das gepflanzte Gemüse ist dahin, die Blumen sind nicht mehr zu retten." Die gefallenen Stromleitungen trafen auch den angrenzenden Spielplatz. Hier werden für längere Zeit keine spielenden Kinder mehr zu sehen sein.