Es ist schwer, die Musikergruppe, die sich «Spielgesellschaft Würenlos-Neuenhof» (SGWN) nennt, mit einem einzigen Begriff akkurat zu definieren. Zwar ist sie im Kern ein Blasorchester – doch hinzu kamen am Jahreskonzert am Wochenende unter anderem Akkordeon, Keyboard und E-Bass. Daraus entstand eine bunte musikalische Mischung, die erstaunlich gut funktionierte.

Als Einleitung spielte das Orchester eine rassige Version des 80er-Hits «It’s Raining Men». Wie sogleich von den beiden Moderatoren Alexandra Schmid und Marco Galli aufgezeigt wurde, war dieser Song nicht zufällig gewählt: «SGWN Meteo» hiess das Motto des Konzertabends, und so sollte sich das gesamte restliche Programm komplett ums Wetter drehen. Schmid und Galli führten dabei mit kleinen Sketches, in denen unter anderem gestellte Wetterberichte – in denen gleich wörtlich vom Himmel regnende Männer angekündigt wurden – und selbst erfundene Bauernregeln vorgetragen wurden, durch den Abend.

Sänger Thommen an der Seite

Die Spielgesellschaft wechselte die Musikstile und -richtungen. So stürmte und regnete es mit «Stormchasers» von Larry Neeck, abgelöst wurde dieses vom bekannten «Allegria» des Cirque du Soleil – ein langsames und etwas schweres, aber sehr triumphantes Stück, das ganz zum Sonnendurchbruch nach dem Regen passte. Unterstützt wurde die Spielgesellschaft immer wieder von Solisten, allen voran von Sänger Roger Thommen (unter anderem bekannt aus dem Musical «Ewigi Liebi»), der keine Scheu hatte, das Publikum zum Mitmachen zu animieren. Dank dieser Begleitung konnte die SGWN unter anderem eine Medley aus Helene-Fischer-Liedern spielen.

«Wir mussten uns natürlich zuerst an das Zusammenspiel mit Thommen gewöhnen, daran, als Begleitorchester und nicht zwingend als Hauptattraktion zu spielen», erzählte Christoph Remensberger, der Dirigent und Leiter der SGWN. Er ergänzte: «Aber natürlich konnten wir dank ihm einige Stücke spielen, die wir ansonsten nicht hätten nehmen können. Er war gewissermassen eine Inspiration bei der Zusammenstellung unseres Programms». Und die Anstrengung zahlte sich aus: Das Publikum belohnte die Fischer-Lieder wohl mit dem grössten Applaus des Programms.