Oberrohrdorf

Baum sieht so krank aus wie noch nie – stirbt jetzt das Wahrzeichen?

Seit drei Jahren krankt der berühmte Mammutbaum in Oberrohrdorf. Derweil rätseln besorgte Bürger über die Ursache. Ein weiteres Gutachten soll Klarheit bringen.

Es will einfach nicht aufwärtsgehen mit dem alten Riesen, dem Mammutbaum von Oberrohrdorf. Im Gegenteil: Die extreme Hitze der letzten Wochen scheint dem Wahrzeichen der Gemeinde arg zugesetzt zu haben.

So erreichte die Redaktion diese Woche ein Foto eines besorgten Lesers, der sich fragt: «Ist das Wahrzeichen von Oberrohrdorf noch zu retten?»

Albin Notter vom Organisationskomitee Mammutchristbaum bestätigt. «Ich habe fast täglich Anrufe von Leuten, die sich um den Baum sorgen und rätseln, was das Problem sein könnte.»

Vor lauter Ursachen, die angeblich Schuld am Kranken des Baumes sein sollen, wisse er bald nicht mehr, wo ihm der Kopf stehe.

Ist es doch ein Pilzbefall, liegt es an den Wurzeln oder gar der grossen Überbauung, die dem Baum möglicherweise das Wasser abzapft?

Einwohner und Experten rätseln seit 2013 über die Ursachen des schlechten Gesundheitszustandes. Die Baum-Experten diagnostizierten dem 137-jährigen Riesen schliesslich einen Wassermangel.

Dies, nachdem sie als Ursache einen Pilzbefall ebenso ausgeschlossen hatten wie die LED-Weihnachtsbeleuchtung. Weiter versicherten sie, dass der Boden über eine ausgezeichnete Nährstoffqualität verfügt.

In der Folge wurden die Nadeln auf dem Boden entfernt, sodass das Wasser besser versickern kann. Der Baum wird mit Regenwasser vom Haus nebenan bewässert.

Bei trockenem Wetter kommt zusätzlich ein Schlauch zum Einsatz. «Leider mussten wir feststellen, dass die Bewässerungsmassnahmen bisher nicht wirken», sagt Notter. «Wir wissen nicht, ob man den Baum noch retten kann. Wir hoffen aber, dass wir eine Lösung finden, mit welcher der Baum wieder gesundet.»

Für Notter ist klar, dass man nicht einfach aufgibt. «Wir werden ihn Anfang August nochmals analysieren lassen.»

Ob die Weihnachtsbeleuchtung in der kommenden Adventszeit trotzdem wieder leuchten wird, kann Notter noch nicht sagen. Er war vor zehn Jahren Mitinitiant, als der Mammutbaum dank Privatpersonen zum ersten Mal eine Weihnachtsbeleuchtung bekam.

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