Baden

Badenfahrt-Film kommt 2020 ins Kino – auch wenn noch Geld fehlt

Der Dokfilm wird die schönen Erinnerungen an die Badenfahrt 2017 nochmals aufleben lassen. (Archiv)

Der Dokfilm wird die schönen Erinnerungen an die Badenfahrt 2017 nochmals aufleben lassen. (Archiv)

Zwar fehlt immer noch Geld, doch Filmemacher Rolf Lang glaubt, den Film nächstes Jahr zeigen zu können.

Die letzte Badenfahrt? Ja, sie liegt nicht nur gerade meteorologisch weit zurück, sondern vor allem auch zeitlich. Bereits mehr als zwei Jahre ist es her, seit das grosse Volksfest, das über eine Million Festbesucher anlockte, über die Bühne ging. Zwar nicht ganz so lang warten Badenfahrt-Fans auf den Kinodok-Film des Regisseurs Rolf Lang. Doch auch dieser hätte bereits vor über einem Jahr über die Leinwand flimmern sollen.

Der Dokfilm, der bisher erst den Arbeitstitel «Badenfahrt» trägt, stellt die Vereine und die Freiwilligenarbeit ins Zentrum und soll die Emotionen derjenigen zeigen, die das Fest auf die Beine gestellt haben. «An der Badenfahrt fasziniert mich insbesondere die Motivation der unzähligen Menschen, das Fest zu gestalten und diesen enormen Einsatz zu leisten», sagt der Ennetbadener Filmemacher Rolf Lang, der mit seiner Firma Redspace AG in Schlieren stationiert ist. Doch die Realisierung des über 90-minütigen Films hat sich aufgrund fehlender finanzieller Mittel verzögert. Rund 200'000 Franken kostet die Produktion des Dokumentarfilms. Das Badenfahrt-OK und die Stadt Baden haben je 10'000 Franken gesponsert.

Schweizer Fernsehen will den Film ebenfalls zeigen

Anfang dieses Jahres fehlten noch rund 45000 Franken, die man mittels Crowdfunding sammeln wollte. «Rund die Hälfte haben wir seither gesammelt», sagt Lang. Genug, damit er alle am Film beteiligten für ihre Arbeit bezahlen kann. «Ausser meine Arbeit, die ich ehrenamtlich mache. Das ist aber auch der Grund für die Verzögerung, denn ich musste andere, bezahlte Aufträge annehmen, um Geld zu verdienen.»

Unter optimalen Bedingungen wäre der Film in ein paar Monaten vollendet gewesen. «Immerhin haben wir jetzt aus 80 Stunden Drehmaterial einen ersten kompletten Rohschnitt anfertigen können», sagt Lang. Diesen Rohschnitt werde er jetzt zusammen mit der Filmcutterin Franziska Schlienger verfeinern. «Unser Ziel ist es, bis Ende Januar mit dem Schnitt fertig zu sein.» Danach würden das Komponieren und Einspielen der Filmmusik, die Tonmischung und die Bildbearbeitung folgen. «Wann genau der Film im kommenden Jahr ins Kino kommt, wissen wir noch nicht, respektive es hängt damit zusammen, wann und an welchem Filmfestival der Film als Weltpremiere gezeigt wird.»

Der 38-Jährige betont, dass man das Projekt immer noch auf der Website www.badenfahrt- film.ch finanziell unterstützen könne, wenn man dies wolle. «Auf diesem ist auch ein zehnminütiger Filmteaser zu sehen, aber wohl nicht mehr sehr lange.» Als Gegenleistung für die Unterstützung winken Filmkurse mit Rolf Lang oder exklusive Vorführungen des Dok-Films im Wettinger Kino Orient.

Auch das Schweizer Fernsehen SRF, das sich auch finanziell an der Realisierung beteiligt, will den Dokfilm im TV ausstrahlen – nachdem er natürlich über die Kinoleinwände geflimmert ist. Doch interessiert der Film überhaupt über Baden hinaus? Lang: «Es geht beim Film ja nicht nur um die Badenfahrt als solche, sondern um das Thema Freiwilligenarbeit und was Vereine zu leisten imstande ist.»

Badenfahrt 2017 – die schönsten Augenblicke:

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